ABZ - Das Fachportal für Bäcker

Pflanzengift lässt grüßen

In der Unkrautbekämpfung auf dem Feld ist Glyphosat ein kritisches Thema. (Quelle: Fotolia/Countrypixel)+
In der Unkrautbekämpfung auf dem Feld ist Glyphosat ein kritisches Thema. (Quelle: Fotolia/Countrypixel)

Weitere Artikel zu


Verbrauchersendung

Der NDR hat Getreideprodukte untersuchen lassen und konnte in sieben Proben Glyphosat nachweisen. Backwaren waren weniger betroffen.

Hamburg (abz). Müsli, Haferflocken und Brot können enthalten, wie der online berichtet. In Stichproben mit Produkten aus Getreide haben die Autoren der Wirtschafts- und Verbrauchersendung Markt das umstrittene Unkrautvernichtungsmittel Glyphosat nachgewiesen. Die Redaktion hat Müsli, Haferflocken und Brot aus konventioneller Herstellung und Bio-Produkte eingekauft und von einem Labor auf Glyphosat untersuchen lassen. Ergebnis: In 7 von 29 Produkten wurde das Labor fündig. Die gute Nachricht: Keines der überprüften Bio-Produkte ist belastet.

Glyphosat wurde unter anderem in verschiedenen Müslis, und Haferflocken aber auch in Backwaren wie Burger Landknäcke Urtyp (0,026 Milligramm pro Kilogramm) und dem Lieken Urkorn Kraft (0,035 Milligramm pro Kilogramm) nachgewiesen.

Kein Glyphosat nachweisbar war laut NDR in der Stichproben der Backwaren von Dat Backhus, Junge, Harry, Penny, Rewe, Bio Company und von Allwörden.

Die gemessenen Werte liegen unter dem gesetzlichen Grenzwert von 10 Milligramm pro Kilogramm. Der Chemiker und Pestizid-Experte Dr. Günter Lach sieht jedoch keinen Grund zur Entwarnung. Generell sei der Einsatz von Glyphosat nicht nur in Deutschland, sondern in Europa und weltweit inzwischen zu hoch, wird Lach zitiert: „Egal ob das Lebensmittel sind, ob das Wasser ist, Böden, Luft - aus meiner Sicht ist das Maß überschritten.“

Weitere Artikel aus Fokus vom 24.08.2018:

 

Bisher keine Leser-Kommentare zum Artikel