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ZV zieht Bilanz

Der ZV will die Begriffe ,Bäcker‘ und ,Bäckerei‘ schützen lassen. (Quelle: Verband)+
Der ZV will die Begriffe ,Bäcker‘ und ,Bäckerei‘ schützen lassen. (Quelle: Verband)

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Fachkräftemangel und viele andere Punkte machen der Branche zu schaffen. Ergänzend dazu will der Zentralverband weitere Themen angehen.

Berlin (abz). Der (ZV) hat sich eigenen Angaben zufolge auch 2017 dafür stark gemacht, die Rahmenbedingungen für das Bäckerhandwerk weiter zu verbessern. Dabei standen die Umsetzung der Energiewende, der Fachkräftemangel, das Arbeitszeitgesetz und die Acrylamidverordnung weit oben auf der Agenda.

Der ZV habe vehement auf die steigenden Kostenbelastungen durch die EEG-Umlage hingewiesen. Durch dieses Engagement wurde die Finanzierung der Energiewende zum Fokusthema in der Öffentlichkeit. Gleich zu Beginn des Jahres übte der Bundesrechnungshof (BRH) ebenfalls Kritik an der Umsetzung der Energiewende, wodurch sich der ZV in seinem Anliegen bestätigt fühlte.

Der Fachkräftemangel im Bäckerhandwerk war 2017 ein zentrales Thema und werde auch 2018 starke Relevanz für die Verbandsarbeit haben. Um dem zunehmenden Fachkräftemangel entgegenzuwirken, habe der ZV eine Reihe von Maßnahmen angedacht und begonnen, wie die Herausgabe von Handlungshilfen für die Ausbildung sowie eine Reform der Ausbildungsverordnung für den Beruf „Fachverkäufer/in“.

Höchstwert für abgewendet

In der zweiten Jahreshälfte stimmte der Ausschuss für Umweltfragen, öffentliche Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (ENVI) des Europäischen Parlaments dem Entwurf einer Acrylamidverordnung der EU-Kommission zu. Die Forderung nach einem Höchstwert für Acrylamid konnte der ZV abwenden, was kleine und mittlere Betriebe entlaste. Für den Zentralverband sei klar, dass ein solcher Höchstwert dramatische Konsequenzen für Mitgliedsbetriebe gehabt hätte.

Eine Vielzahl der Themen, für die sich der Zentralverband intensiv eingesetzt habe, würden 2018 weiterhin auf der Agenda bleiben. Der Verband werde sich weiter für einen Abbau der Bürokratie einsetzen, um insbesondere kleine und mittlere Bäckereien zu entlasten. „Zusätzlich sollen die Begriffe ,Bäcker‘ und ,Bäckerei‘ geschützt werden, damit Verbraucher Handwerksbäckereien eindeutig von Backshops, Tankstellen & Co. unterscheiden können. Eine weitere Herausforderung wird sein, dass wir uns für die Schaffung eines zeitgemäßen Arbeitszeitrechts sowie für eine Reform der GRW-Förderung einsetzen, um derzeit bestehenden Wettbewerbsverzerrungen zum Nachteil von Innungsbetrieben entgegenzuwirken“, erklärt ZV-Hauptgeschäftsführer Schneider.

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