ABZ - Das Fachportal für Bäcker

Griff zum Insolvenzgeld kritisiert

Wird die Insolvenzkasse gleich mehrfach in Anspruch genommen, ruft das auch kritische Stimmen auf den Plan.  Pixabay.com/moerschy (Quelle: Pixabay.com/moerschy)+
Wird die Insolvenzkasse gleich mehrfach in Anspruch genommen, ruft das auch kritische Stimmen auf den Plan. Pixabay.com/moerschy (Quelle: Pixabay.com/moerschy)

Weitere Artikel zu


Verband

„Die Bäckerseele kocht" - das Thüringer Handwerk beanstandet die Vorgänge um die Bäckereikette Frischback. Das sind die Gründe.

Dresden (abz). Auf einer Obermeisterversammlung des Bäckerinnungsverbands haben sich die Bäcker über den erneuten Insolvenzantrag der Bäckereikette kritisch zu Wort gemeldet – auch weil aus ihrer Sicht die Insolvenzkasse auf Kosten der Allgemeinheit über Gebühr in Anspruch genommen werde.

Unterm Strich stehe da auch eine Wettbewerbsverzerrung gegenüber dem Bäckerhandwerk im Raum: „Die Bäckerseele kocht. Es ist für uns Handwerksbäcker völlig unverständlich, wie so schnell erneut ein Antrag auf Insolvenz in Eigenregie gestellt werden kann. Das letzte Verfahren ist erst im April letzten Jahres beendet worden. Die Gehälter können jetzt erneut für drei Monate aus der Insolvenzkasse der Bundesagentur für Arbeit gezahlt werden und es bestehen Sonderkündigungsrechte. Den Umsatzrückgang durch den Hitzesommer als Argument vorzubringen, ist vorgeschoben.“, argumentiert Lutz Koscielsky, Landesinnungsmeister für das Thüringer Bäckerhandwerk.

Thüringen habe, wie alle anderen Bundesländer auch, einen Rückgang der kleinen, backenden Handwerksbetriebe zu verzeichnen. Es finde seit Jahren ein Marktbereinigungsprozess statt. Doch habe jede Bäckerei mit den gleichen Herausforderungen zu kämpfen: ob Hitzesommer, Fachkräftebedarf oder die vermehrten Bürokratiebelastungen.

Weitere Artikel aus Fokus vom 24.01.2019:

 

Bisher keine Leser-Kommentare zum Artikel