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Bäckermeister vor Gericht

Die Beschuldigten wurden zu Geldstrafen verurteilt. (Quelle: Martin Moritz/pixelio.de)+
Die Beschuldigten wurden zu Geldstrafen verurteilt. (Quelle: Martin Moritz/pixelio.de)

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Urteil

Ein Betriebsinhaber und sein Steuerberater müssen sich wegen Sozialversicherungsbetrug verantworten.

Calw (abz). Ein Bäckermeister aus dem Landkreis Calw und sein Steuerberater mussten sich wegen Sozialversicherungsbetrug verantworten. Konkret wurde dem Bäcker vorgeworfen, in 42 Fällen unrichtige und unvollständige Angaben gemacht zu haben. Wie der Schwarzwälder Bote berichtet, habe der Betriebsinhaber vor allem geringfügig Beschäftige weder angemeldet noch die abzuführenden Beiträge ordnungsgemäß ausgewiesen.

Er habe sich eher um die Arbeit und Werbeideen gekümmert, weil der Betrieb wirtschaftlich schlecht dagestanden habe, räumte der Beschuldigte vor ein. So hätten sich die Fälle angesammelt und Verträge habe es auch nicht gegeben.

Der mitangeklagte Steuerberater ging bei diesen Fällen von kurzfristig Beschäftigten und Ferienjobbern aus, setzte einen falschen Stundenlohn an und führte sie unter falschen Namen. Er habe versäumt, genau nachzufragen, was sie verdienen und die Namen aus dem Vorjahr übernommen, erklärte der Steuerberater dem Gericht.

Insgesamt sei ein Schaden von 8500 Euro entstanden. Das Gericht verurteilte den Bäcker zu einer Geldstrafe von 7200 Euro, der Steuerberater muss 5400 Euro bezahlen.

 

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