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Geld für entlassene Gersthofer-Mitarbeiter

Durch das Aus der Gersthofer Backbetriebe, zu denen auch der „Lechbäck“ gehört, verlieren 400 Mitarbeiter ihren Job.  (Quelle: Merk)+
Durch das Aus der Gersthofer Backbetriebe, zu denen auch der „Lechbäck“ gehört, verlieren 400 Mitarbeiter ihren Job. (Quelle: Merk)

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Gesellschafter Serafin stellt nach Firmenpleite finanzielle Mittel zur Verfügung.

München (rak). Es kann natürlich nur ein sehr kleines Trostpflaster für die entlassenen der sein (Die ABZ berichtet in der aktuellen Ausgabe über die Firmenpleite, bei der über 400 Mitarbeiter ihren Job verlieren): Die Serafin Unternehmensgruppe, Gesellschafter der Gersthofer Backbetriebe GmbH habe eine finanzielle Unterstützung für alle Mitarbeiter beschlossen. Dies geht aus einer Pressemitteilung von Serafin hervor.

Die Gewerkschaft Nahrung Genuss-Gaststätten (NGG) hatte hingegen verkündet, dass die Mitarbeiter nicht mit einer Abfindung rechnen können. Die Arbeitnehmer und ihre Familien stünden ohne Arbeit da, ohne Absicherung und das kurz vor Weihnachten. Die Lohnerhöhung werde nicht bezahlt. Der Betrieb habe über drei Millionen Euro Insolvenzgeld kassiert. Das steht jetzt den Arbeitnehmern nicht mehr zur Verfügung. Nicht einmal der Lohn für die erste Dezemberwoche solle bezahlt werden.

Serafin bestreitet, dass finanzielle Reserven durch das Insolvenzgeld geschaffen werden konnten. Insgesamt stelle Serafin 1,5 Millionen Euro zur Verfügung. Das Geld werde auf Treuhandkonten überwiesen. Mit einem Teil des Geldes werde das ausstehende Weihnachtsgeld und der von den Backbetrieben geschuldete Dezember-Lohn ausgezahlt.

Die Verwendung des Restbetrags von rund 1 Million Euro sei in Abstimmung mit dem Betriebsrat und der Agentur für Arbeit noch zu definieren. Das Geld zahle der Treuhänder aus, sobald die Verhandlungen zwischen Insolvenzverwalter und Betriebsrat hinsichtlich eines Sozialplans abgeschlossen sind.

Für die Mitarbeiter der Tochter „Lechbäck“ werde eine separate Lösung erarbeitet, da diese aktuell noch ihre Löhne für drei Monate aus dem Insolvenzgeld erhalten.

Die Gersthofer Backbetriebe belieferten den Handel in ganz Süddeutschland.
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