Anzeige
BakerMaker
Vier Betriebe sind für den BakerMaker-Award 2012 nominiert. Die Resonanz auf den erstmalig ausgeschriebenen Ausbildungspreis ist groß gewesen.
Stuttgart. Das war schwierig. Eine Entscheidung, wer die Nominierten für den BakerMaker 2012 sind, musste trotzdem her. Und die war auf Grund der besonderen Qualität der mehr als zwei Dutzend eingegangenen Bewerbungen eine echte Herausforderung. Zahlreiche Betriebe hätten es verdient, für ihr Engagement mit Anerkennung ausgezeichnet zu werden. Der Fokus auf die Integration von Jugendlichen mit Migrationshintergrund engt die Auswahl aber etwas ein.
Reinald Wolf, Jury-Mitglied und Redakteur der ABZ zeigt sich von den Bewerbern begeistert: „Es macht mich richtig glücklich zu sehen, dass es so viele Betriebe im Bäckerhandwerk gibt, denen die Ausbildung am Herzen liegt.“
Anstatt nur drei Betriebe zu nominieren, hat sich die Jury dann aber entschlossen, gleich vier Bäckereien ins Rennen um den ersten internationalen Ausbildungspreis für das Bäckerhandwerk zu schicken, der am 18. September im Rahmen der Messe iba in München verliehen wird. Heinz Hoffmann, Landesinnungsmeister für das bayerische Bäckerhandwerk, erläutert die Entscheidungsfindung mit folgenden Worten: „Kleinere und größere Betriebe wurden gleichermaßen berücksichtigt. Wir sind uns bewusst, dass die Möglichkeiten mit zunehmender Betriebsgröße wachsen. Dafür haben Zehn-Mann-Betriebe den Vorteil, dass punktuell auf die Azubis eingegangen werden kann.“ Das macht die Auswahl deutlich. Nachstehend folgen die Nominierten und die Begründung der Jury:
In der Bäckerei Newzella, Köln, wird mit Herzblut ausgebildet. Das Schicksal jedes Einzelnen ist wichtig. Menschen, die andernorts kaum eine Perspektive hätten, werden mit zusätzlichen Leistungen, wie einer eigenen Psychologin, intensiv betreut.
Für Beumer & Lutum in Berlin ist außergewöhnliches Engagement selbstverständlich. Als Kreuzberger Unternehmen gehört Multikulti einfach dazu. Eingebunden in den Lehrbetrieb werden deutsche Traditionen vermittelt. Die Aussicht auf eine Einstellung im mittleren Management bietet Jugendlichen mit Migrationshintergrund Ansporn, stets das Beste zu geben.
Ströck-Brot aus Wien zählt zu den Nominierten, da sie über den Basislehrplan hinaus ihren Lehrlingen Schulungen zu Themen wie Sozialkompetenz und Rhetorik bietet.
Doch auch die K&U-Bäckerei aus Neuenburg verdient es, ausgezeichnet zu werden. Denn hier gibt es neben einem umfassenden Ausbildungskonzept für ausländische Lehrlinge die Chance, fachliche, soziale und persönliche Potenziale weiterzuentwickeln. Eine Akademie, Wohnheime und darüber hinausgehende Aktionen machen das möglich. Prof. Dr. Ulrich Kroppenberg, Jury-Mitglied und Wirtschaftswissenschaftler meint zu der Wahl: „Am Ende entscheiden Nuancen darüber, wer der BakerMaker sein wird.“ Das wird wieder schwierig!
In den kommenden Ausgaben werden die Nominierten vorgestellt. In dieser Ausgabe: K&U: Wie die Zukunft lächeln lernt
