ABZ - Das Fachportal für Bäcker

Themenkanal Rohstoffe

Umsatz und Verkaufspreise sinken

Die Ernährungsindustrie schwächelt, Hoffnung liegt auf dem Weihnachtsgeschäft.  (Quelle: Dr. Klaus-Uwe Gerhardt/Pixelio.de)+
Die Ernährungsindustrie schwächelt, Hoffnung liegt auf dem Weihnachtsgeschäft. (Quelle: Dr. Klaus-Uwe Gerhardt/Pixelio.de)

Weitere Artikel zu


Ernährungsindustrie

Nach einer Flaute im Frühjahr und dem Hoch im Sommer folgt die Delle im Herbst. Betriebe der Ernährungsindustrie kämpfen im Oktober mit Verlusten.

Berlin (abz). Die Ernährungsindustrie hatte laut der (BVE) im Oktober einen wertmäßigen Umsatzrückgang von 4,5 Prozent auf 14,9 Mrd. Euro zu verkraften. Noch weiter fallende Verkaufspreise im In- und Ausland ließen den real um 2,8 Prozent sinken. Die Produktionsleistung nahm leicht ab, der kalender- und saisonbereinigte Produktionsindex fiel um 0,8 Prozent unter Vorjahresniveau. Auch die Lebensmittelexporte gingen der zufolge im Oktober um 3,1 Prozent auf 4,8 Mrd. Euro zurück. Das schwache Exportgeschäft drückt empfindlich die Wachstumsperspektiven der Branche, zusätzlich belasten der hohe Konkurrenz- und Kostendruck die Erträge der Unternehmen. Die Ernährungsindustrie zählt der BVE zufolge rund 555.000 Beschäftigte in 6000 Betrieben in Deutschland.

Agrarrohstoffmärkte

Die Angebotssituation an den globalen Agrarrohstoffmärkten bleibt ernte- und witterungsbedingt unterschiedlich. So kam es im November an den Agrarrohstoffmärkten wiederholt mehrheitlich zu einem Preisanstieg. Der Rohstoffpreisindex für Nahrungs- und Genussmittel erhöhte sich um 3,5 Prozent gegenüber dem Vormonat und um 7,3 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Die Preise an den Agrarrohstoffmärkten liegen laut BVE nach wie vor auf hohem Niveau und fordern das Kostenmanagement in der Lebensmittelherstellung heraus.

Geschäftsklima

Die Stimmungslage der Lebensmittelhersteller gibt Orientierung für die konjunkturelle Entwicklung. Aktuell zeigt das BVE-Exportbarometer mit dem Dezember einen deutlichen Rückgang des Exportklimas in der Branche. Noch stärker als die Beurteilungen zur aktuellen Geschäftslage sind die Erwartungen an das Exportgeschäft in den kommenden sechs Monaten gesunken. Nach Einschätzung der Unternehmen ist der gestiegene Wettbewerbsdruck durch die Konkurrenz aus dem Ausland Hauptgrund für das schwache Exportwachstum.

Konsumklima und Verbraucherpreise

Die Kauflaune der deutschen Verbraucher ist dagegen positiv, die Erwartungen an das Weihnachtsgeschäft sind hoch. Das Konsumklima in Deutschland bleibt auf hohem Niveau und der Inflationsdruck ist niedrig. Im November sanken die Lebensmittelpreise im Vormonatsvergleich um 0,4 Prozent, die allgemeinen Lebenshaltungskosten blieben konstant. Gegenüber dem Vorjahresmonat erhöhten sich die Lebensmittelpreise nur um 0,3 Prozent und die Verbraucherpreise um 0,6 Prozent.


Lesen Sie hierzu folgende Bücher


Die Ernährungsindustrie hat zu kämpfen. Umsätze und Verkaufspreise sinken.
Auch interessant

Ernährungsindustrie macht Minus

Der Abwärtstrend setzt sich zum Jahresende fort. Die Ernährungsindustrie verliert im November 6,6 Prozent Umsatz. mehr...

Lesen Sie hierzu auch folgende Artikel:

 

Bisher keine Leser-Kommentare zum Artikel