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Umsätze gehen deutlich zurück

Die Verbraucher zeigen sich beim Konsum zurückhaltend.   (Quelle: Pixelio / E.Kopp)+
Die Verbraucher zeigen sich beim Konsum zurückhaltend. (Quelle: Pixelio / E.Kopp)

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Ernährungsindustrie

Die Stimmung bei den Unternehmen trübt sich ein und erreicht einen Tiefpunkt. Auch die Verbraucher zeigen sich beim Lebensmittelkauf zurückhaltend.

Stuttgart (abz). Die erwirtschaftete im April 13,8 Mrd. Euro. Das entspricht einem Umsatzrückgang von 8,5 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Das positive Wachstum aus dem Vormonat konnte demnach nicht fortgesetzt werden. Auch mengenmäßig ging der Branchenumsatz zurück. Auf Grund sinkender Verkaufspreise im In- und Ausland betrug der Rückgang 6,4 Prozent im Vorjahresvergleich. Kalender- und Saisoneffekte spielten bei der Umsatzentwicklung im April eine untergeordnete Rolle.

Auch die Lebensmittelproduktion war im April rückläufig. Der kalender- und saisonbereinigte Produktionsindex sank um 4,8 Prozent im Vorjahresvergleich. Darüber hinaus blieben neue Impulse im Exportgeschäft, dem eigentlichen Wachstumstreiber der Branche, aus. Die Lebensmittelausfuhren sanken gegenüber dem Vorjahr um 8,2 Prozent auf 4,1 Mrd. Euro. Durch einen stagnierenden Inlandsmarkt geraten Erträge und Arbeitsplätze der Ernährungsindustrie so durch immer mehr Kosten und Konkurrenz erheblich unter Druck.

Agrarrohstoffmärkte

Die Angebotssituation an den globalen Agrarrohstoffmärkten hängt von den Ernte- und Witterungsbedingungen ab und schwankt häufig. Der Preisentwicklung zeigte sich im Mai etwas gedämpfter, der HWWI-Rohstoffpreisindex für Nahrungs- und Genussmittel sank dank gestiegener Erwartungen an Ernteerträge um 4,4 Prozent im Vergleich zum Vormonat. Die Preise an den Agrarrohstoffmärkten bleiben jedoch auf hohem Niveau. Damit fordern die Rohstoffpreise bei dem starken Ertragsdruck das Kostenmanagement in der Lebensmittelherstellung heraus.

Geschäftsklima

Die Stimmung bei den Unternehmen der Ernährungsindustrie ist im Juni deutlich zurückgegangen, der ifo-Geschäftsklimaindex für die Branche brach um 26 Punkte ein und sank auf den tiefsten Stand der letzten zwölf Monate. Während die aktuelle Geschäftslage und die Erwartungen an das Exportgeschäft noch moderat positiv blieben, gingen vor allem die Geschäftserwartungen deutlich zurück. Die Aussichten auf neue Konjunkturimpulse zeigen sich somit wenig zuversichtlich.

und Verbraucherpreise

Die Kauflaune der deutschen Verbraucher bleibt positiv, doch nicht alle Konsumgüter profitieren gleichermaßen. Bei Lebensmitteln dämpft das steigende Konsumbewusstsein die Nachfrage. Das Konsumklima konnte sich im Juni nur leicht verbessern. Trotz hoher Einkommenserwartungen gingen die Konjunkturerwartungen sowie auch die Anschaffungsneigung aufgrund der anhaltenden Griechenland-Krise deutlich zurück. Positiv auf die Kaufkraft der Verbraucher wirkt hingegen der niedrige Inflationsdruck. Die Verbraucherpreise stiegen im Mai gegenüber dem Vormonat nur um 0,1 Prozent, gegenüber dem Vorjahresmonat um 0,7 Prozent. Die Lebensmittelpreise erhöhten sich im Vorjahresvergleich um 1,4 Prozent und blieben gegenüber April 2015 konstant.


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