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Umgang mit Nährwertangaben unklar

Gilt jetzt doch auch für „handwerklich hergestellte Lebensmittel“: die Angabe der Nährwerte. (Quelle: Fotolia)+
Gilt jetzt doch auch für „handwerklich hergestellte Lebensmittel“: die Angabe der Nährwerte. (Quelle: Fotolia)

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Politiker lehnen eine generelle Ausnahme für handwerklich hergestellte Lebensmittel ab

Berlin (abz). Mit ihrem zur hat sich nach Ansicht des Zentralverbands des Deutschen Bäckerhandwerks (ZV) die „Länderarbeitsgemeinschaft Verbraucherschutz – Arbeitsgruppe , Bedarfsgegenstände, Wein und Kosmetika“ (ALB) gegen eine generelle Ausnahme für handwerklich hergestellte Lebensmittel ausgesprochen.

„Wir fühlen uns durch den aktuellen Beschluss der ALB seitens der Politik mit weiteren bürokratischen Belastungen für unsere Betriebe unverhältnismäßig schwer gegängelt. Die Angabe von Nährwerten innerhalb enger Toleranzgrenzen ist für eine handwerklich produzierende Bäckerei schlicht nicht möglich“, so ZV-Präsident Michael Wippler.

Verordnung gilt

seit Dezember 2016

Daher könne er nicht nachvollziehen, warum die in der LMIV vorgesehenen Spielräume durch die Politik und die zuständigen Ministerien ignoriert würden.

Laut EU-Verordnung müssen vorverpackte Lebensmittel seit dem 13. Dezember 2016 eine Nährwertkennzeichnung tragen. Ausnahmen sollten unter anderem für „handwerklich hergestellte Lebensmittel“ gelten. Der ALB-Beschluss schränke nun diese Ausnahmevorschrift für handwerklich hergestellte Lebensmittel jedoch in unnötiger Weise ein.

„Wir haben das Signal aus Brüssel bekommen, dass man mit den Ausnahmen vor allem auch die handwerkliche Produktion vor unmöglichen Pflichtangaben schützen wollte. Wir bewerten es zwar positiv, dass der Verkauf über Onlineshops nicht zwingend zur Angabe einer Nährwertdeklaration führt, dennoch stellt der nun vorgelegte Beschluss Hürden auf, die unnötig sind und dem europäischen Gesetzgebungswillen nicht gerecht werden“, meint ZV-Hauptgeschäftsführer Daniel Schneider.

Der habe dies im Vorfeld mit dem ALB besprochen und auf die Besonderheiten der handwerklichen Herstellung hingewiesen. Trotz der damals gezeigten Einsicht werde die Situation jetzt unnötig erschwert.

„Der Staat verlangt

hier von uns Unmögliches“

Schneider: „Wir können nicht nachvollziehen, warum sich Deutschland nicht Österreich anschließt und sämtliche in der Handwerksrolle eingetragenen Betriebe von der Verpflichtung zur Nährwertdeklaration befreit.“

Obwohl der Beschluss rechtlich unverbindlich sei, geht Schneider davon aus, dass die amtliche Lebensmittelüberwachung trotzdem viele Beanstandungen in den handwerklichen Betrieben aussprechen werde. Dies werde viele Bäckereien mit einem immensen bürokratischen Aufwand belasten.

Wippler: „Der Staat verlangt hier von uns Unmögliches. Doch nicht nur das: Mit diesem Beschluss ist immer noch keinem Bäcker klar, ob er jetzt eine Nährwertangabe machen muss oder nicht.“

Diese Kennzeichnung hat sich aus Sicht des BLL bewährt.
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