ABZ - Das Fachportal für Bäcker

Das Mehl kommt aus der Region

Brote aus 100 Prozent Brandenburger Mehl präsentiert die Gubener Bäckerei Dreißig auf der Grünen Woche in Berlin. (Quelle: Schlag)+
Brote aus 100 Prozent Brandenburger Mehl präsentiert die Gubener Bäckerei Dreißig auf der Grünen Woche in Berlin. (Quelle: Schlag)

Weitere Artikel zu


Transparenz

Das für Brandenburgs Bäcker entwickelte Brandenburger Mehl bekommt auf der Grünen Woche einen Sonderpreis.

Berlin (schl). Vom Getreidefeld in Neuzelle zur Müllroser Mühle direkt bis in die Backöfen: die regionale Wertschöpfungskette ist vollständig geschlossen. Seit letztem Jahr ist das Brandenburger Mehl auf dem Markt und erfreut sich stetig steigender Nachfrage. Als Zielgruppe haben die Oderland Mühlenwerke in erster Linie traditionelle Backbetriebe im Blick. „Wir wollen es Bäckern und Konditoren, vor allem hier aus der Gegend, leichter machen, auf Rohstoffe aus der Region zurückzugreifen, damit sie authentische Erzeugnisse herstellen können“, unterstrich Thomas Ludwig, Geschäftsführer der Oderland Mühlenwerke, das Anliegen.

Für dieses Engagement wurde das Unternehmen auf der Grünen Woche mit dem pro agro Sonderpreis – vom Feld bis auf den Teller geehrt. Die ausgezeichnete Mischung besteht zu 100 Prozent aus Weizen und Roggen, die direkt von Bauern aus der Umgebung geliefert werden. Derzeit sind zehn Landwirte unter Vertrag, deren Felder höchstens 30 Kilometer von der Mühle entfernt liegen.

Das Konzept ging auf. Momentan wird das Mehl nach Cottbus, Guben, Potsdam, Berlin, Eberswalde und Flecken-Zechlin geliefert. Unter den Abnehmern sind bekannte Betriebe wie die Bäckereien Dreißig, Wahl, Plentz und Wiese. Aus Sicht des Mühlenchefs ein großer Wettbewerbsvorteil. „Große Bäcker wachsen immer weiter, während viele kleine Unternehmen verschwinden. Doch gerade die kleinen Bäcker können gut mit punkten und so Kunden gewinnen“, sagte er.

Rund 70.000 Tonnen Mehl mahlen die Oderland Mühlenwerke jährlich. Fünf Prozent davon entfallen auf das Brandenburger Mehl. Heimisch hergestellte Lebensmittel mit Zutaten aus der Region stehen bei der 1911 gegründeten Familienbäckerei Dreißig hoch im Kurs und zählen zu den Kernelementen der Unternehmensphilosophie.

Weitere Artikel aus Fokus vom 26.01.2018:

 

Bisher keine Leser-Kommentare zum Artikel