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Teure Kamps-Kisten für Bücher

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Hamburg (p). Am 28. Dezember vergangenen Jahres streiften Mitarbeiter eines Ermittlungsdienstes durch die Hansestadt Hamburg – auf der Suche nach roten Plastikkisten der Firma Kamps, wie das Manager-Magazin berichtet. Um 15.30 Uhr wurden die Detektive in einem Buchantiquariat fündig. Dessen Inhaber hatte die roten Plastikkisten, in denen seine Kunden ihm die Bücher zum Verkauf brachten, für seine Auslagen verwendet.

Das kam den Buchhändler teuer zu stehen: 751,80 Euro verlangte die von der Firma Kamps beauftragte Kanzlei aus Schenefeld. 631,80 Euro Geschäftsgebühr zuzüglich 20 Euro Pauschale für Post- und Telefonkommunikation. Die Dienste der ermittelnden Detektei schlugen mit 100 Euro zu Buche.

Mit dem Schreiben vom 24. Februar flatterte dem Einzelhändler ein Musterurteil des Landgerichts München I ins Haus. Unter dem Aktenzeichen 17HK O 961/06 wurde am 28. September 2006 beschlossen, dass das Vorgehen von Kamps rechtmäßig sei. Der Händler mutmaßt, dass Kamps auf diese Weise weitere Klagen verhindern will. Im Münchener Fall hatte ein Döner-Verkäufer, der die begehrten Brotkisten von einem Bäcker bekommen hatte, Widerspruch gegen den Zahlungsbescheid eingelegt. In dem Urteil heißt es: „Die Antragstellerin (Kamps, Anm. d. Red.) behauptet, dass sie jährlich durch den Verlust ihrer Brotkisten einen Schaden in Höhe von drei Millionen Euro erleide“.

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