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Testate nur für Spitzenausgleich

Wer die Erstattung von Energiesteuern beantragen will,  sollte sich genau informieren, was sinnvoll ist.   (Quelle: Fotolia/Strom © SZ-Designs)+
Wer die Erstattung von Energiesteuern beantragen will, sollte sich genau informieren, was sinnvoll ist. (Quelle: Fotolia/Strom © SZ-Designs)

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Stromsteuer

Die Erstattung der Stromsteuer ist eine Wissenschaft für sich. Klärende Hinweise helfen, Fehlinvestitionen zu vermeiden.

Wunsdorf (abz). Die Praxis zeigt es - viele Betriebe steigen bei den Erstattungsanträgen für Strom- und Energiesteuer nicht mehr durch. „Sie beantragen Erstattungen gar nicht oder tätigen womöglich Fehlinvestitionen wegen falscher Informationen“, wie Energieberaterin in einem Rundschreiben betont. Verwirrend sind vor allem die Informationen bezüglich der erforderlichen Testate. Stanzel wichtigste Botschaft: Nur für die Erstattung des Spitzenausgleichs ist ein Testat erforderlich. „Es ist von Jahr zu Jahr komplizierter geworden und für einen Laien kaum noch zu verstehen. Daher wird aktuell viel durcheinander gebracht“, so die Energieberaterin.

Erstattungsmöglichkeiten

Aus diesem Grund hier ein grober Überblick über die vier verschiedenen Erstattungsmöglichkeiten:

1. Erstattung nach § 9b StromStG

2. Erstattung § 54 EnergieStG

3. Erstattung „Spitzenausgleich“ § 10 StromStG

4. Erstattung „Spitzenausgleich“ § 55 EnergieStG

Die Vergütungen § 9b StromStG und § 54 EnergieStG stehen den verarbeitenden Betrieben laut Stanzel auf alle Fälle weiterhin zu und können wie bereits in den vorangegangenen Jahren beantragt werden. Hierfür werde kein Testat benötigt.

Für die Erstattung „Spitzenausgleich“ hingegen sei ein Testat eines Zertifizierers erforderlich. Er prüft und bestätigt, dass sich der Betrieb um die Reduzierung seiner Verbräuche bemüht und Energiesparmaßnahmen einleitet.

Testat nich in jedem Fall

„Wichtig: Dieses Testat ist ausschließlich für den Antrag auf nötig“, betont Andrea Stanzel. Der Spitzenausgleich umfasst nur zwei der vier Erstattungsmöglichkeiten (siehe oben).

Viele Betriebsinhaber gehen fälschlicher Weise davon aus, dass sie das Testat über die Einführung eines Energiemanagement für alle vier Erstattungsanträge benötigen und sie ohne dieses überhaupt keine Erstattung mehr bekommen. „Dem ist nicht so“, versichert Stanzel.

„In der Realität verhält es sich so, dass die Vorbereitung der Unterlagen für das Audit, Installation von Messtechnik, Prüfung durch den Zertifizierer und Ausstellung des Testates mit hohen Kosten verbunden sind. Bei mehr als 90 Prozent der Betriebe übersteigen die Kosten den Nutzen“, erklärt die Energieberaterin (Beispielrechnung siehe Anhang).

Verfahrensvereinfachung für kleine Betriebe

Im letzten Jahr wurde für kleine und mittlere Unternehmen, die ein so genanntes „Alternatives System“ beim Energiemanagement betreiben, eine Verfahrensvereinfachung beschlossen: Die vor-Ort-Prüfung durch den Zertifizierer muss nur noch aller zwei Jahre durchgeführt werden. Alle erforderlichen Dokumentationen sind weiterhin jährlich zu erstellen und sind vom Zertifizierer zu prüfen. „Für Betriebe ohne Filialen ist diese Vereinfachung sicher ein finanzieller Vorteil, der zur Fortführung des Energiemanagement motiviert. Anders verhält es sich bei den Filialisten. Die Prüfung der Filialen stellt weiterhin einen Kostenfaktor dar“, so Stanzel.

Weitere Informationen:



www.beratung-stanzel.de

E-Mail: info@beratung-stanzel.de

Telefon: 05 031 178 127-0

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Der Antrag auf den Strom-Spitzenausgleich könnte sich für kleine Betriebe wieder lohnen.
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