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Noch keine Einigung in Bayern

Eine Forderung der Gewerkschaft ist die Gleichstellung fachfremder Mitarbeiter bereits nach wenigen Jahren Branchenerfahrung: Auch deshalb muss beim Tarif in Bayern nachverhandelt werden.  (Quelle: Symbolbild Archiv)+
Eine Forderung der Gewerkschaft ist die Gleichstellung fachfremder Mitarbeiter bereits nach wenigen Jahren Branchenerfahrung: Auch deshalb muss beim Tarif in Bayern nachverhandelt werden. (Quelle: Symbolbild Archiv)

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Tarifverhandlung

Die Gewerkschaften haben das Angebot der Arbeitgeber abgelehnt.

München (abz). Das Angebot der Arbeitgeber für einen Lohn- und Gehaltstarifvertrag sei von Seiten der abgelehnt und Tarifverhandlungen ausgesetzt worden. Das teilte der Landesinnungsverband für das bayerische Bäckerhandwerk (LIV) in einer Pressemitteilung mit.

Der Landesinnungsverband war mit einem ersten Angebot in Höhe von 3,63 Prozent bezogen auf 24 Monate in die Verhandlungen gegangen.

„Die Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG) forderte eine Lohnerhöhung von 6 Prozent, in der Spitze bis zu 13,7 Prozent. Das stellt für die Betriebe eine Kostensteigerung dar, die sie einfach nicht leisten können“, sagt Landesinnungsmeister Heinz Hoffmann. „Unsere überwiegend klein- und mittelständisch geprägten Mitgliedsbetriebe sind sehr personalintensiv. Lohnkostensteigerungen können in dieser Größenordnung nicht an die Verbraucher weitergegeben werden.

Zusätzlich verlange die Gewerkschaft eine Gleichstellung fachfremder Mitarbeiter bereits nach wenigen Jahren Branchenerfahrung. Der Tarifvertrag unterscheidet bislang zwischen Verkaufsmitarbeitern mit einer Ausbildung als Bäckereifachverkäufer, einer branchenähnlichen Ausbildung und solchen ohne eine vergleichbare Ausbildung. Was von der Gewerkschaft gefordert wird käme der Entwertung einer Ausbildung in der Bäckerbranche gleich. Auch könne das die Bereitschaft der Betriebe schwächen, Auszubildende einzustellen.

Der dritte strittige Punkt ist die Forderung nach der unbefristeten Übernahme von Auszubildenden nach der erfolgreichen Abschlussprüfung im erlernten Beruf. Auch diesen Anspruch sieht der LIV mehr als kritisch. „Die Lehrzeit ist eine Phase, in der sich junge Menschen beweisen, Kompetenzen erwerben, sich ins Arbeitsleben einfinden“, sagt Hoffmann.

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