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Digitalisierung hört beim Essen auf

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"Gegessen wird immer" - lautet der Tenor der Referenten auf der Tagung der AGF in Detmold. (Quelle: Fotolia/DianaDrubig)

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Tagung

Beim Lebensmittelkauf bleiben Genuss und Gesundheit wichtige Motive für Verbraucher, doch die Definitionen ändern sich.

Detmold (abz). „Sie können alles digitalisieren, beim Essen hört’s auf“, sagte der ehemalige Journalist Christoph Minhoff auf der Tagung der Arbeitsgemeinschaft Getreideforschung (AGF). Der Zuhörer ist gleich ein wenig erleichtert, schreibt die AGF in ihrer Pressemitteilung, verbildlicht der Satz doch, was Menschen eigentlich alle hoffen: die Digitalisierung verändert Vieles; aber sie hat ihre Grenzen. Minhoff hielt den Impulsvortrag der Fachtagung als Hauptgeschäftsführer des Bundes für Lebensmittelrecht und Lebensmittelkunde in Detmold über die digitale „Zeitenwende“.

als Gesundheitsfaktor

Bei der Wucht der Veränderungen sei es, so Minhoff, auch für Lebensmittelunternehmen und Bäckereibetriebe wichtig, auf der Höhe der Zeit zu bleiben, risikobereit zu denken und den digitalen Wandel aktiv zu steuern – damit weiterhin „die Menschen im Mittelpunkt stehen.“ Bei einer wachsenden und alternden Bevölkerung und damit einhergehender Verknappung der Lebensmittel gehe es ihm daher vor allem darum, nachhaltig zu produzieren, Ressourcen zu schonen und Menschen zu ernähren - und das möglichst gesund. Einsetzen will er sich für weniger Eingriffe in Rezepturen und mehr Genuss und Freude am Leben. „Auch das sind Gesundheitsfaktoren. Dafür sollten wir kämpfen.“

Trinken statt essen?

Was gesund ist und was nicht, ist in vielen Fällen klar, in anderen streiten sich sogar Experten. Der Verbraucher isst ohnehin, was er will, beziehungsweise, was er oder sie für gesund hält. Das können im Extremfall auch angerührte Drinks sein, die dem Körper alle wichtigen Nährstoffe in nur wenigen Minuten zuführen. „Manche Entwickler zum Beispiel kaufen so etwas gern, trinken es, sind damit nach fünf Minuten durch und können weiterarbeiten“, schilderte Bastian Halecker, Start-up-Unternehmer aus Berlin den neuen Trend zum „Meal Replacement“. Ernährung ist für ihn ein sicheres Geschäft: „Die Zukunft der Branche ist sicher, nur der Endkunde verändert sich. Videotheken verschwinden durch die Digitalisierung. Bäckereifilialen aber werden bleiben. Gegessen wird eben immer.“

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