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Süße Trends nach der Fußball-WM

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Tagungen & Messen

Auf der ISM in Köln wurden viele neue Geschmackskombinationen vorgestellt

Köln (p). Für die Mehrzahl der 1.634 Anbieter, die sich in Köln auf der weltweit größten und wichtigsten Handelsplattform für Süßwaren und Knabberartikel präsentierten, verlief die 36. Internationale Süßwarenmesse (ISM) überaus positiv. Entscheidungsträger des deutschen und des internationalen Handels waren nahezu vollzählig vor Ort. Insgesamt registrierten die Veranstalter – ähnlich wie im Vorjahr – gut 34.000 Fachbesucher aus über 150 Ländern.

Übereinstimmend beurteilten die ausstellenden Unternehmen die Geschäftsperspektiven optimistisch. Zusätzliche Saisonhöhepunkte wie die Fußball-Weltmeisterschaft oder das Mozartjubiläum sorgten für Impulse. Einen neuen Stellenwert nahmen Qualitätsprodukte bei einer Vielzahl von Anbietern ein – ein Thema, das die Einkäufer stark honorierten.

Zartbitter und herb-fein

Das Thema Fußball zog sich wie ein roter Faden durch das Angebot in den

Messehallen und umfasste alle Sparten: Von Zuckerwaren über Schokoladenprodukte bis hin zu Knabberartikeln. Die Branche erhofft sich vom sportlichen Höhepunkt 2006 Umsatzimpulse. Aber auch die Olympischen Winterspiele in Turin stehen für steigenden Süßwaren- und Snacks-Verbrauch. Nicht zuletzt das Mozartjubiläum spiegelt sich in zahlreichen kreativen Einfällen der „süßen Branche“ rund um den großen Komponisten wider. Dennoch: Auch Konzepte für die Zeit nach der WM sind gefragt - und die Hersteller und Importeure von Süßwaren und Knabberartikeln halten sich mit Ideen keineswegs zurück. Auffallend war die Dominanz dunkler, hochwertiger Schokoladen - in großer Produktbandbreite, von der herb-feinen Praline über die Tafel mit bis zum 80-prozentigem Kakaoanteil bis hin zum Osterhasen in Zartbitter-Ausführung. Zucker- und fettreduzierte Süßwaren bildeten einen weiteren Schwerpunkt im Angebot. Ein ebenfalls international verankerter Trend: Eine deutliche Hinwendung zu qualitativ hochwertigen Produkten, die auch vermehrt auf die Akzeptanz beim Verbraucher treffen. Dem entspricht eine Initiative des deutschen Fachhandels, der sich zur ISM mit dem neuen Qualitätssiegel „Club der Confiserien“ vorstellte.

Kokos und Gewürzgeschmack

Nach der Kaffee-Welle in den Vorjahren bestimmte diesmal ein klassischer Geschmack die Messeveranstaltung. Kokos, das in letzter Zeit ein wenig in Vergessenheit geraten war, feierte ein glänzendes Comeback in allen Produktkategorien, ob bei Schokolade und Pralinen, bei Gebäck oder den Bonbons und den Nuss-Snacks.

Natürlichkeit und die Betonung der Herkunftsregionen prägen stärker denn je das Bild bei den Schokoladen der Luxusklasse. So entwickelt sich die ISM auch zu einem Treffen der Spitzenchocolatiers aus aller Welt, die mit feinsten Kakao-Noten und den ungewöhnlichsten Gewürzkombinationen um die Gunst der Connaisseure wetteifern. Die Kunden sind aufgefordert, selbst zu testen, wie herrlich etwa Kürbiskernöl, Sellerie, Balsamico und Olive oder auch Senf und Kaffee mit dunkler Schokolade harmonieren. Pepperoni und Chili zählen dabei schon fast zum Standard.

Besinnung auf traditionelles

Unübersehbar ist bei den Zuckerwaren die Reduktion von Zucker und funktionale Elemente. So konnte man auf der ISM Bonbons testen, die den Alkoholgeruch im Mund unmittelbar entschärfen und umwandeln. Für die Karnevalszeit sei der „Kater-Killer“ als Zuckerwarenkomprimat empfohlen.

Natürlichkeit und Vollwertigkeit stehen bei den Verbrauchern künftig hoch im Kurs, geht man nach den Angeboten der Backwarenhersteller zur ISM 2006. In diesem Sektor waren auch die Bio-Premieren großer Hersteller auffallend, die zudem vollwertige Getreidesorten wie Dinkel und Hafer wiederentdeckt haben. Die große Resonanz auf die Konzepte „Backen wie bei Muttern“ oder wie bei Tante Agathe unterstreicht, dass im Gebäckbereich auch die Themen Rückbesinnung und Tradition wichtige Tendenzen sind. Authentizität und der Hinweis auf das „Handwerk“ sind weitere wichtige Botschaften von der ISM an die Genießer in Deutschland.

Bei den Snacks freunden sich die Verbraucher immer stärker mit exotischen und asiatischen Angeboten an.

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