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Kommentar

Die Schnellgastronomiekette Vapiano meldet, dass sie bis Ende des Jahres fast die Hälfte ihrer Standorte mit einem Abhol- und Lieferservice ausstattet. Was hat nun die Gastronomie eines Anbieters von italienischer Pasta und Pizza mit Bäckerei zu tun?

Vordergründig scheint dieses Marktgeschehen für Bäcker eher ganz weit weg zu sein. Doch Bäcker, die Standorte in den Stadtzentren haben, können von dieser Art der Kundenbedienung in absehbarer Zeit betroffen werden.

Denn viele Bäckereistandorte in den Innenstädten bieten Snacks, Salate und kleine Gerichte für Angestellte umliegender Büros. Und in den Büros heißt es dann ganz schnell mal "Lass uns was bestellen, wir gehen heute nicht zum Bäcker".

Zugegeben, dieses Szenario wird nicht wie ein Sturm über die Backbranche hereinbrechen, doch Bäcker sollten die Entwicklung aufmerksam beobachten und rechtzeitig reagieren. Denn Vapiano und andere Anbieter bedienen sich bei diesem Vertriebsmodell digitaler Bestellplattformen: Kunden suchen ihr Produkt online aus, bestellen, bezahlen und lassen liefern.

Ein Unternehmen der Backbranche hat diesbezüglich schon reagiert. Die Firma Kamps hat den Einstieg ins Liefergeschäft verkündet und Anfang Oktober testweise einen Pick-up- und Lieferservice gestartet. In Düsseldorf, Köln und Berlin sollen Kunden bedient werden, die sich nicht in direktem Umfeld einer Kamps-Filiale befinden. Mindestbestellwert und Liefergebühr entfallen, die Lieferung an sich übernimmt ein externer Dienstleister.

Lesen Sie dazu auch Seite 7.

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