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Snack mit sechs Beinen

In der Schweiz werden Heuschrecken bereits für Burger verarbeitet. (Quelle: Bugfoundation/Fotolia, Montage: Gugel)+
In der Schweiz werden Heuschrecken bereits für Burger verarbeitet. (Quelle: Bugfoundation/Fotolia, Montage: Gugel)

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Die Verarbeitung von Mehlwurmlarven und Heuschrecken ist ab 1. Januar 2018 auch in Deutschland möglich. Experten beschäftigen sich bereits intensiv mit dem Thema.

Das Brot mit den hat ganz toll geschmeckt. Heute probiere ich aber mal Ihr neues Mehlwurmbaguette.“ Noch ist in Deutschland ein solches Thekengespräch fiktiv und die Vorstellung verstärkt gewöhnungsbedürftig.

Am 1. Januar 2018 legalisiert mit Inkrafttreten der zumindest die dann gültige Gesetzeslage, das praktisch möglich ist, was theoretisch vielen Bäckern schwer im Magen liegen dürfte – nämlich Insektenbestandteile im Brot zu verbacken.

Dass diese Möglichkeit viel realer ist als die Ideen eines Science-Fiction-Autors belegt ein grundsolider Schweizer. Andreas Dossenbach, Laborleiter der Richemont Fachschule in Luzern, hat bereits Versuche unternommen, wie Teige auf die Zugabe zum Beispiel von Mehlwurmanteilen reagieren. Ergebnis: „Die Teigstruktur wird etwas kürzer, die Teigenergie sinkt leicht.“

Trend- und Ernährungsforscherin ist überzeugt, dass Drossenbachs Forscherdrang nicht nur für die Schweiz, wo bereits in Lebensmitteln verkauft werden dürfen, von Bedeutung sein wird: „So abwegig finde ich das gar nicht.“ Die Verarbeitung von Insekten zu Lebensmitteln sei mit Blick auf Welternährung und Ernährungsphysiologie ein bedeutendes Thema.

Aktuell hätten Bäcker auf jeden Fall die Möglichkeit, Insekten-Brote mit maximalem Exklusivfaktor zu bewerben: Ein Kilo Heuschrecken kostet rund 400Euro. (aram)

Lesen Sie dazu auch Kommentar (S. 2) und Bericht (S. 3)

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