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Der ABZ – Tipp der Woche
Stellen Sie sich ein vorbildlich sauberes Geschäft vor. Die Backwaren sind akkurat in der Verkaufstheke geschichtet. Die Preisschilder sind millimetergenau gesteckt. Die gepflegt aussehende Verkäuferin ist adrett gekleidet. Der blitzblanke Fußboden glänzt und auf dem Kaffee-Stehtisch findet sich kein Stäubchen. Aber warum nur gibt die ganze Szene trotzdem einen unordentlichen Eindruck ab? Die Antwort ist einfach: Die Tür zum Nebenraum steht sperrangelweit auf! Und der Kunde hat damit Einsicht in eine Räuberhöhle! Leider ist es nicht damit getan, die Tür einfach zu schließen und damit das Chaos dahinter zu erlauben. Natürlich müssen sich in allen Bereichen eines Unternehmens Ordnung, Hygiene und Sauberkeit wieder finden lassen. Auch in den Nebenräumen! Aber trotzdem gibt es in jedem Geschäft unvermeidliche Stellen, die dem Kunden einfach erspart werden sollten. Muss man ihm die gefüllten Müllsäcke unbedingt zeigen? Eher nicht! Muss man ihm die Berge der Bestellformulare für morgen unter die Nase reiben? Wohl kaum! Und braucht er die Aussicht auf die gestapelten Leerkisten? Nein – auch das nicht! Eine erste Abhilfe wäre, die Tür zu den Nebenräumen immer geschlossen zu halten. Aber das funktioniert in der Praxis meistens nicht: Die Wege vom Neben- in den Verkaufsraum und zurück müssen schließlich hundert mal am Tag gegangen werden. Und bei jedem Mal diese störende Tür zu öffnen und sofort wieder sorgsam zu schließen – das ist eine Illusion. Früher oder später wird sie offen stehen bleiben, weil das bedeutend einfacher ist! Deshalb ist die viel intelligentere Lösung für dieses Nebenraum–Problem, die Tür auszubauen! Ja, Sie haben richtig gehört. Viel wirksamer wäre es, stattdessen einen Sichtschutz zu installieren. Eine einfach gestaltete Wand zum Beispiel, die auf der Vorderseite mit Werbung für den Kunden beklebt ist. Sie verdeckt dem Kunden den Durchblick in den Nebenraum: Und auf der Hinterseite dieser Wand kann das Personal problemlos ein- und ausgehen.
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E-Mail: Ulrich.Stoekle@t-online.de
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