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Großbäckerei hat Schutz beantragt

Das Vertriebsgebiet der Gersthofer Backbetriebe erstreckt sich über ganz Süddeutschland. (Quelle: ABZ-Screenshot)+
Das Vertriebsgebiet der Gersthofer Backbetriebe erstreckt sich über ganz Süddeutschland. (Quelle: ABZ-Screenshot)

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Schieflage

Ein großes Unternehmen im Raum Augsburg will mit dem gerichtlichen Verfahren das Geschäftsmodell an neue Anforderungen anpassen.

München (abz). Die Gersthofer Backbetriebe hat einen Antrag auf ein am zuständigen Amtsgericht München gestellt. Der Geschäftsbetrieb der Bäckerei mit Sitz in Gersthofen nahe Augsburg werde uneingeschränkt fortgeführt, wie das Unternehmen in einer Pressemitteilung schreibt. Das Unternehmen beschäftige rund 400 Mitarbeiter.

Das Schutzschirmverfahren ist ein gerichtliches zum Erhalt von Unternehmen und Arbeitsplätzen. Die Geschäftsführung führt weiterhin die Gesellschaft, wobei sie dabei von einem gerichtlich bestellten Sachwalter begleitet wird.

Die kommenden Monate werden als umsatzstarke Monate erwartet und seien daher für die Umsetzung der Sanierung eine gute Grundlage, teilte das Unternehmen mit. Wie weiterhin gemeldet wird, habe der Gesellschafter bereits signalissiert, weitere Mittel zur Verfügung zu stellen.

Das Unternehmen, das den überwiegenden Anteil des 35 Mio. Euro hohen Umsatzes mit der Belieferung von Großkunden wie Discountern erwirtschaftet, betreibt im Raum Augsburg auch Filialen unter dem Namen Lechbäck. Schon Anfang des Jahres war die Großbäckerei in den Schlagzeilen, weil sie den Arbeitgeberverband verlassen hat, um Lohnerhöhungen auszusetzen und die Arbeitszeit zu erhöhen.

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