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NGG macht Druck aufs Bäckerhandwerk

 Die NGG macht plakativ Druck auf das Bäckerhandwerk in Sachsen.   (Quelle: NGG)+
Die NGG macht plakativ Druck auf das Bäckerhandwerk in Sachsen. (Quelle: NGG)

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Mit der Aktion „Rote Karte für Tarifverweigerer“ - und Bäckerei-Visiten - versucht die Gewerkschaft den Verband an den Verhandlungstisch zu bekommen.

Chemnitz (wo). Die Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG) ist in zu sogenannten Bäckerei-Visiten unterwegs. Bei ihren Besuchen in Bäckereifilialen und Backshops informiert sich die Gewerkschafte über Arbeitsbedingungen und Bezahlung. Das Ergebnis: „Hier ist Handlungsbedarf, denn viele Verkäuferinnen haben uns bestätigt,  dass sie maximal den Mindestlohn bezahlt bekommen“, sagt Thomas Lißner. Und auch die Arbeitsbedingungen seien nicht immer optimal, wie der Gewerkschaftssekretär der Dresden-Chemnitz ergänzt.

Seit 2013 gibt es in Sachsen keinen Tarifvertrag mehr. Vergangenes Jahr sei ein unterschriftssreifer Vertrag vorgelegen. Da aber die Gewerkschaft darauf bestanden habe, für Teigmacher und Ofenführer einen extra Tarif auszuweisen, sei es aufgrund eines Vorstandsbeschlusses nicht möglich gewesen, den Vertrag abzuschließen, sagt . Die NGG versuche nun über ihren „Feldzug“ den Verband zurück an den Verhandlungstisch zu bekommen, ergänzt die Geschäftsführerin des Landesinnungsverbands Saxonia. „Dadurch, dass so viel Stimmung gemacht wird, ist es aber schwieriger zusammenzukommen.“

„Klar versuchen wir die Bäcker via Öffentlichkeit etwas unter Druck zu setzen und an den Verhandlungstisch zu bekommen“, betont Lißner. Schließlich wolle man den rund 15.000 Beschäftigten in der Branche eine Perspektive bieten. Die grobe Forderung laute eine 10 vor dem Komma für gelerntes Verkaufspersonal und eine 9 für ungelerntes Verkaufspersonal. Schließlich gehe es auch darum, tariflich etwas bieten zu können, um ein Abwandern in den Einzelhandel zu vermeiden.

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