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Der Preis ist heiß

Die Preise für Getreide und Mehl steigen. Wie sich das auf die Backwarenpreise auswirkt, wird sich zeigen.  (Quelle: ABZ-Archiv)+
Die Preise für Getreide und Mehl steigen. Wie sich das auf die Backwarenpreise auswirkt, wird sich zeigen. (Quelle: ABZ-Archiv)

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Rohstoffe

Marktteilnehmer diskutieren heftig darüber, ob die höheren Mehlpreise auch Auswirkungen auf Backwarenpreise haben.

Düsseldorf (abz). „Nach dem trockenen Sommer und der katastrophalen Getreideernte steigen die im Schnitt um 25 bis 30 Prozent“." Darin ist sich der Verband des Rheinischen Bäckerhandwerks mit vielen Marktteilnehmern einig.

Uneinigkeit besteht aber hinsichtlich der Konsequenzen für die Preisgestaltung der betreffenden Branchen: Während die Bauern wegen der Ernteausfälle von höheren Getreidepreisen und Subventionen ausgehen können, gibt es Stimmen aus Reihen der Landwirte, die höhere Brötchenpreise als nicht gerechtfertigt ansehen.

Dazu Kommentare von Bäckern auf der ABZ-Homepage:

„Die Vertreter vom Bauernverband spielen mit dem Feuer und stellen den Bauern, der fleißig ist, mit den Aussagen in ein schlechtes Licht, und es führt dazu, dass die ganze Branche deformiert wird. Wir als Bäcker müssen wirtschaftlich denken, und wenn sich die Rohstoffpreise erhöhen, müssen wir die Preise ganz klar an die Kunden weitergeben. Im Übrigen haben auch viele Bäcker in diesem Sommer starke Umsatzeinbußen auf Grund der Hitzewelle hinnehmen müssen und wir schreien nicht wie der Bauernverband nach Hilfe.“ (Hardy Krause)

„Der Bauernsprecher soll mal den Ball ganz flach halten. Für Bauern ist doch unternehmerisches Risiko ein Fremdwort, da bei jedem Problem nach staatlicher Hilfe gerufen und diese auch gewährt wird. Sich in die Preisgestaltung der Bäcker einzumischen, ist eine Frechheit.“ (Johannes Barth)

Und Landesinnungsmeister Bernd Siebers fasst in der Pressemeldung des RheinischenBäckerverbands zusammen: „Wir sind betrieblich nicht in der Lage, diesen deutlichen Preisanstieg ohne Preissteigerungen im Brot- und Brötchensortiment zu kompensieren.“

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