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Reisinger verbindet Nutzen mit Ästhetik

Kurt und Kathrin Reisinger mit Tochter freuen sich über ihr neues Geschäft.+Zur Fotostrecke
Kurt und Kathrin Reisinger mit Tochter freuen sich über ihr neues Geschäft.

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Konzept

Von der klassischen Bäckerei mit Gasthaus zur Bäckergastronomie: Gebäude und Einrichtung bestechen seit dem Umbau durch modernes Design und durchdachte Abläufe.

Gutau /Österreich (abz). „Früher haben wir zwei Torten pro Woche im Laden verkauft“, blickt Bäckermeister und Konditor Kurt Reisinger in die nahe Vergangenheit zurück. Jetzt sind die Zahlen anders, zumal der Betrieb sich nach außen in einem anderen Licht zeigt. „Wir haben jetzt Gäste, die von Linz aus zu uns rauf fahren“, freut sich Reisinger. Er hat 2012 das alte Gebäude fast abgerissen und neu gebaut. Bei der Gelegenheit hat er auch den Gesamtbetrieb neu ausgerichtet.

Die Vorgaben für den Architekten waren klar: Ein modern anmutendes Gebäude, barrierefreie Zugänge in Laden und Gastbereich, aber auch einige Parkplätze direkt vor dem Laden. Die Barrierefreiheit fanden Reisingers wichtig, weil man neben Kunden mit Handicap auch ältere Kunden und Kunden mit Kinderwägen anspricht.

Entstanden ist ein Gebäude, das es in Fachzeitschriften für geschafft hat. „Sowohl die Form, aber vor allem die Farbe ist ein Blickfang“, freut sich Kathrin Reisinger. Die kubistisch wirkenden Gebäudeelemente in Verbindung mit großen Glasflächen vereinen Nutzen und Ästhetik. Drei Parkplätze sowie ein Stellplatz für die Lieferfahrzeuge schafften die Architekten, indem sie das Erdgeschoss des Gebäudes zurücksetzten. Um genügend Raum zu haben, ist das Obergeschoss nach außen überbaut. Dort befindet sich ein überdachter Balkon mit 15 Sitzplätzen.

Schon durch seine Farbgebung fällt das Gebäude auf. Kathrin und Kurt Reisinger wünschten sich eine braune Farbe als Verbindung zu den Brotspezialitäten der Bäckerei. „Wir wollten aber auch goldgelb als Anknüpfung zu unseren Kaisersemmeln“, ergänzt Frau Reisinger. Für den Maler eine Herausforderung, da zuvor noch niemand eine so große Fläche in der Farbe hat streichen lassen.

Auch bei der Planung und Einrichtung gingen die Reisingers andere Wege. Der Architekt übernahm auch hier die Komplettplanung. Auf einen Ladeneinrichter verzichteten sie. „Das macht den Laden vielleicht noch schlüssiger“, überlegt Kurt Reisinger.

Die Theke im Erdgeschoss ist der Blickfang. Für eilige Gäste finden sich hier 20 Sitzplätze. Direkt hinter der Theke ist eine kleine Küche angebaut. Kurt Reisinger: „Wir machen den Wirten im Ort keine Konkurrenz und bieten nur Gerichte an, die zu uns passen.“ Dabei meint er vor allem das Frühstücksangebot, das vom Katerfrühstück bis zu Ham & Eggs, Gebäck und Bier reicht.

Im Obergeschoss haben die Reisingers einen Teil des Sitzbereichs für Raucher reserviert. In Österreich ist das Vorschrift. Zu den 20 Sitzplätzen kommen 30 weitere hinzu. „Wir können jedoch den Raucherbereich für andere Zwecke rück- oder umbauen“, sagt Reisinger. Den Raucherbereich steuern die Gäste nur selten an. Über einen Lastenaufzug ist der Tresenbereich. Im oberen Stock mit der Küche im Erdgeschoss verbunden, um möglichst kurze Wege und einen schnellen Service zu garantieren.

Das Konzept geht auf. Ein modernes Erscheinungsbild, beste Produkte und ein guter Service fragen auch Kunden auf dem Land nach. Kurt und Kathrin Reisinger ebnen mit Ideen, Mut und Engagement den Weg ihres Betriebes in die Zukunft.

Fotos: Stumpf

In Auszügen. Das gesamte Konzept zur Bäckerei Reisinger erschien in ABZ 13.

Die Theke im Erdgeschoss
 ist der Blickfang der Bäckerei. 
Beim Ladenbau halten sich die Reisingers an den Architekten
 ihres Vertrauens.
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