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Regionalität kommt gleich nach Geschmack

Eine weiter zunehmende Zahl an Verbrauchern möchte Transparenz bei der Produktherstellung. (Quelle: Archiv/Kauffmann)+
Eine weiter zunehmende Zahl an Verbrauchern möchte Transparenz bei der Produktherstellung. (Quelle: Archiv/Kauffmann)

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78 Prozent der Verbraucher in Deutschland achten auf die kurzen Herkunftswege bei der Wahl ihrer Lebensmittel

Berlin (abz). Der Geschmack ist hierzulande das ausschlaggebende Kriterium beim von Lebensmitteln. Fast alle Menschen in Deutschland, nämlich 97 Prozent, eint: Sie kaufen, was ihnen schmeckt. Das hat die „Deutschland, wie es isst – der BMEL-Ernährungsreport 2018“ des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) ergeben.

Frauen achten mehr auf

als Männer

Doch auch für einen anderen Aspekt, der immer mehr im der Verbraucher liegt, hat die Studie Zahlen erhoben: Mehr als drei Viertel der Verbraucher (78 Prozent) würden bei ihrer Kaufentscheidung auf Regionalität achten. Dabei sei Frauen die Regionalität mit 85 Prozent wichtiger als den Männern mit 70 Prozent. Dass die Produkte aus der Region sind, sei Älteren wichtiger als Jüngeren: Bei den über 60-Jährigen spiele das Kriterium für 86 Prozent eine Rolle, während es bei 19- bis 29-Jährigen nur für 63 Prozent entscheidend sei.

Mehr Verbraucher

achten auf Siegel

Weitere Erkenntnisse aus der umfassenden Studie: Mit 55 Prozent ließen sich mehr als die Hälfte der Konsumenten vom Warenangebot im Geschäft inspirieren. Das zeige, wie sehr die Warenpräsentation zur Kaufentscheidung beitragen kann.

Zudem habe die Bedeutung von Siegeln im Vergleich zum Vorjahr zugenommen. Im Jahr 2015 seien für jeden Dritten (33 Prozent) Siegel ein Kaufkriterium gewesen, inzwischen achteten 41 Prozent der Verbraucher auf sie.

72 Prozent der Befragten gaben an, täglich Obst und Gemüse zu verzehren. Auch Milchprodukte wie Käse, Joghurt und Quark erfreuen sich zunehmender Beliebtheit – bei knapp zwei Dritteln (66 Prozent) stehen sie täglich auf dem Speiseplan. Trinkbare Molkereiprodukte wie Frischmilch, Buttermilch und Molke werden von 40 Prozent der Deutschen täglich konsumiert.

Fleisch und Wurst kommen bei 30 Prozent der Befragten täglich auf den Tisch. 14 Prozent der Menschen gaben an, täglich Nahrungsergänzungsmittel wie Vitamine, Mineralien oder Ballaststoffe zu sich zu nehmen.

Bei den Getränken liegt Wasser deutlich vorn: 91 Prozent der Befragten trinken es täglich. Ebenfalls weit vorn liegen die klassischen Heißgetränke. Laut Studie trinken 84 Prozent der Deutschen täglich Kaffee oder Tee. Softdrinks wie Cola und Limonaden sowie Säfte kommen bei 24 Prozent der Deutschen täglich ins Glas.

Weiter wichtig ist der Außer-Haus-Verzehr. Ein Fünftel der Verbraucher geht einmal oder mehrmals in der Woche außer Haus essen. 74 Prozent der Befragten gaben an, mindestens einmal im Monat in ein Restaurant zu gehen. Knapp ein Viertel der Deutschen kauft mindestens einmal in der Woche Snacks wie belegte Brötchen.

Kunden wollen

umfassend informiert werden

Für weiterführende transparente Informationsangebote zu den Lebensmitteln wie Herkunft oder Zusammensetzung hätten die Verbraucher ein ungebrochenes Interesse.

Die Warenpräsentation kann die Kaufentscheidung beeinflussen.
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