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Rechte und Pflichten des Berufsnachwuchses

Azubis sind besonders motiviert, 
wenn sie nicht als billige Arbeitskraft ausgenutzt werden. (Quelle: LIV Bayern)+
Azubis sind besonders motiviert, wenn sie nicht als billige Arbeitskraft ausgenutzt werden. (Quelle: LIV Bayern)

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Ausbilden geht nicht einfach mal so: Was müssen Arbeitgeber im Umgang mit den Azubis beachten? „next“ hat einige , aber auch Pflichten der Auszubildenden zusammengefasst.

Arbeitszeiten und Inhalte

des Ausbildungsvertrags

dürfen pro Tag nicht mehr als acht und pro Woche nicht mehr als 40 Stunden arbeiten. Werden im Betrieb täglich 8,5 Stunden gearbeitet, so gilt das auch für die Azubis, jedoch nur bis höchstens 40 Stunden wöchentlich.

Der muss über die Dauer der , die Probezeit, den Urlaubsanspruch und die Höhe der Vergütung informieren.

Die Probezeit beträgt mindestens einen, höchstens vier Monate. In dieser Zeit können sowohl der Ausbildungsbetrieb als auch der Azubi ohne Angabe von Gründen schriftlich kündigen. Danach kann dem Lehrling nur noch bei schweren Verstößen wie Diebstahl gekündigt werden. Er selbst hat ein Sonderkündigungsrecht, wenn er einen anderen Beruf erlernen will.

Der gesetzliche Mindesturlaub beträgt für bis zu 15-Jährige 30 Werktage, für 16-Jährige 27, für 17-Jährige 25 Werktage. Erwachsene Azubis bekommen mindestens 24 Werktage Urlaub oder je nach Tarifvertrag.

Auch die Pausen

sind geregelt

Laut Jugendarbeitsschutzgesetz gilt: Wenn bis zu sechs Stunden am Tag gearbeitet wird sind 30 Minuten Pause, bei längeren Arbeitszeiten 60 Minuten angebracht. Jede Pause soll mindestens 15 Minuten betragen.

Der Ausbilder darf dem Azubi nur Aufgaben übertragen, die dem Ausbildungszweck dienen. Die Aufgaben müssen geeignet sein, „Fertigkeiten, Fähigkeiten und/oder Kenntnisse systematisch zu vermitteln, die sowohl dem Erwerb von Berufserfahrung als auch dem Bestehen der Abschlussprüfung dienen“. Hin und wieder eine private Erledigung für den Chef ist nicht verboten.

Für die Berufsschule müssen Azubis freigestellt werden. Schulpflichtige dürfen morgens vor der Schule nicht beschäftigt werden, Jugendliche auch nicht danach, wenn die Schule fünf Unterrichtsstunden oder länger dauert.

Überstunden sind erlaubt –

aber nur freiwillig


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