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Vom Fahrradbauer zum Bäcker

Fachkräftemangel herrscht auch in den Produktionsstätten des TK-Backwarenherstellers Aryzta. (Quelle: Archiv)+
Fachkräftemangel herrscht auch in den Produktionsstätten des TK-Backwarenherstellers Aryzta. (Quelle: Archiv)

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Auch Großbetriebe wie Aryzta kämpfen mit dem Fachkräftemangel. Nun stellt das Unternehmen Mitarbeiter eines insolventen Fahrrad-Herstellers ein.

Eisleben (höh). Der bei Bäckern reißt nicht ab. Auch der TK-Backwarenhersteller Aryzta sucht händeringend nach neuen Mitarbeitern. Nun übernahm das Unternehmen 20 Angestellte des insolventen Fahrrad-Herstellers Mifa.

Zum Fachkräftemangel des Unternehmens äußerte sich Personalchefin Cathleen Schlüter wie folgt: „Wir suchen aktuell vor allem für die Bereiche und Logistik.“ Der Wechsel von der Fahrrad-Herstellung in die Brötchen-Fertigung sieht Aryzta als kein Problem an und verweist auf die Ähnlichkeiten der Großproduktionen. „Viele Mifa-Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter haben genau das passende Tätigkeitsprofil und eine sehr gute Ausbildung“, so Schlüter. Bei Probearbeiten habe man einen „ausgezeichneten Eindruck gewonnen“.

Aryzta betreibt in Eisleben einen großen Produktionsstandort mit 1 600 Beschäftigten. Aktuell geht das Werk 7 mit fünf neuen Linien in Betrieb. Gesucht werden dafür insgesamt 100 neue Mitarbeiter in den Bereichen Produktion, Technik und Versand. Doch obwohl der Landkreis Mansfeld-Südharz mit elf Prozent eine der höchsten Arbeitslosenquoten in Deutschland hat, findet der Großbäcker nur sehr schwer Personal. Das Unternehmen zahlt nach eigenen Angaben einem Haustarifvertrag. Die Einstiegslöhne beginnen bei neun Euro pro Stunde. Im Schichtsystem erhalten die Beschäftigten Zuschläge für Nacht-, Sonntags- und Feiertagsarbeit.

Mit weiteren Einstellungen von 20 bis 30 ehemaligen Fahrradbauern rechnet Aryzta in den nächsten Wochen, so ein Unternehmenssprecher.

Cookies aus der Linienproduktion bei Aryzta.
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