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Produkte vor Nachahmung schützen

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Ursprungsbezeichnung bei EU eintragen lassen / Wertschöpfung bleibt in der Region

Bonn (ppl). Hersteller von Nahrungsmitteln, die ihr Produkt bei der EU mit einer geschützten geographischen Angabe oder einer geschützten Ursprungsbezeichnung eintragen lassen, bewahren es vor Nachahmung. Zudem sichert die Eintragung das Recht auf exklusive Produktion in der Herkunftsregion. Rechtliche Basis sind die Verordnungen (EWG) Nr. 2081/92 (g.g.A. geschützte geographische Angabe, g.U. geschützte Ursprungsbezeichnung) und Nr. 2082/92 (g.t.S. garantiert traditionelle Spezialität).

Bei einer Veranstaltung der Centralen Marketing-Gesellschaft der deutschen Agrarwirtschaft (CMA) erläuterte Rechtsanwalt Michael Loschelder die Vorteile des EU-weiten Schutzes: „Der Produzent erhält eine geschützte Marktstellung. So ist sichergestellt, dass ein erheblicher Teil der Wertschöpfung in der Region verbleibt.“

Grundlage der Eintragung ist die Erstellung einer so genannten Spezifikation. Sie legt bestimmte Herstellungsschritte und Rezepturen verbindlich fest. Somit können sich Verbraucher beim Kauf eines geschützten Produktes auf deren Herkunft und eine gleich bleibende Qualität verlassen.

Das als geschützte geographische Angabe in das EU-Register eingetragene Bayerische Bier beispielsweise darf nur noch in Bayern nach dem Bayerischen Reinheitsgebot produziert werden. Andere Hersteller, die eine bayerische Herkunft ihres Bieres vortäuschen, können abgemahnt werden.

Das ist auch für Gabriele Vettori vom Südtiroler Speckkonsortium einer der Gründe, warum der Südtiroler Speck wachsende Absatzzahlen aufweist. Die Qualität und die garantierte Herkunft werden vom Verbraucher wahrgenommen und honoriert. „Der Speck erfreut sich steigender Beliebtheit und wäre ohne den Schutz schon vom Markt verschwunden“, so Vettori.

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