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Bäcker drehen an Preisschraube

Bäcker sind gezwungen, mehr Geld für ihre Produkte zu verlangen. Den Anfang machen Brötchen.  (Quelle: Archiv / Kauffmann)+
Bäcker sind gezwungen, mehr Geld für ihre Produkte zu verlangen. Den Anfang machen Brötchen. (Quelle: Archiv / Kauffmann)

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Preisentwicklung

Tariferhöhungen, der hohe Butterpreis und höhere Energiekosten sorgen dafür, dass Kunden mehr Geld zum Bäcker mitbringen müssen.

Gifhorn (abz). Mit Preissteigerungen reagiert das Bäckerhandwerk auf höhere bei der Gebäckproduktion. Das berichtet die Aller-Zeitung, die im Kreis Gifhorn (Niedersachsen) mit Bäckern gesprochen hat. Seit November 2015 kosteten bei Bäcker Cadera die 34 Cent, jetzt sind es 36 Cent. Der Kaffee koste zehn Cent mehr. Der Brotpreis sei noch der alte, werde aber im Laufe des Jahres angepasst, kündigt Prokurist Hendrik Wolf-Doettinchem an.

Torsten Hacke aus Ahnsen verlange seit Oktober mit 36 Cent einen mehr als vorher. Bäckerei Leifert habe 2017 den Preis für die Sonntagsbrötchen von 34 auf 36 Cent erhöht. Das dürfte nur der Anfang sein, weitere würden folgen. Denn im Frühjahr werde es eine geben, sagt Obermeister Herbert Meyer aus Wahrenholz. „Da werden wir anpassen müssen.“

„Der Hauptkostenblock einer Bäckerei sind die Personalkosten“, sagt Wolf-Doettinchem. Laut Meyer machen sie 45 bis 50 Prozent des Nettoverkaufspreises aus. Hacke lasse auf seine Belegschaft nichts kommen und weiß, wie kostbar sie ist: „Wenn Sie solche Leute halten wollen, müssen Sie mehr zahlen.“

Doch es kämen noch andere Faktoren hinzu: Strom teurer, Müll teurer, und: „Wir hatten das Butterproblem“, sagt Wolf-Doettinchem. Der Preis sei von drei auf sieben Euro pro Kilo gestiegen, dann auf fünf gesunken. Nicht zuletzt bekämen die Bäcker auch einen ganz anderen Umstand zu spüren, auf den sie keinen Einfluss hätten, sagt Hacke: „Mit Lebensmitteln wird spekuliert.“


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