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Preise müssten steigen

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Höhere Rohstoff- und Energiekosten - die Lebensmittelpreise müssten dieses Jahr eigentlich steigen. Doch es gibt auch andere Signale.

"Zwischen drei und vier Prozent" müssten die Preise dieses Jahr steigen, wird Jürgen Abraham im Berliner Tagesspiegel zitiert. Das sei die nötige Reaktion auf die anhaltend steigenden Kosten, betont der Vorsitzende der Bundesvereinigung der deutschen Ernährungsindustrie (BVE).

Bauernpräsident Gerd Sonnleitner ist da aber ganz anderer Meinung: Die Verbraucher müssten trotz enttäuschender Getreideernte nach seiner Einschätzung 2012 keine steigenden Lebensmittelpreise befürchten, wie verschiedenen Tageszeitungen kürzlich berichteten. Seine Begründung: Die Lagerbestände seien gut und man rechne mit keiner Kostenexplosion. Außerdem würden sich die höheren Stromkosten noch nicht sofort auf die Warenpreise schlagen. Damit nimmt Sonnleitner die Landwirte als mögliche Preistreiber eindeutig aus der Schusslinie, während der Einzelhandel auch in diesem Jahr auf Strategien sinnt, den steigenden Marktdruck zu meistern.

Und wie es aussieht, ist in diesem Jahr wieder vermehrt mit agressiven Tiefpreis-Aktionen zu rechnen. Schlecker, Praktiker und Penny suchen laut Lebensmittel Zeitung in Preissenkungen den Weg aus der Krise. Und man darf davon ausgehen, dass das auch andere Einzelhändler in Zugzwang bringen wird.

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