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Meinung
Wiesheu machte viele erste Schritte bis zum modernsten Backofensystem
Bei Wiesheu hat sich seit 1973 viel bewegt. Das Unternehmen entwickelte sich seit der Gründung von Karlheinz Wiesheu in einer Garage zum international renommierten Spezialisten für das Backen im Laden. Den bereits Anfang 2008 übergebenen Staffelstab weiß Firmengründer Karlheinz Wiesheu bei Geschäftsführer Volker Groos in allerbesten Händen. Im Juli 2004 startete er als Gesamtvertriebsleiter seine Karriere bei Wiesheu und wurde 2006 zum Geschäftsführer Vertrieb/Marketing berufen. Seit Februar 2008 leitet er das Unternehmen als Geschäftsführer. Die Affalterbacher konnten unter seiner Leitung ihren Umsatz selbst im schwierigen Jahr 2009 im Vergleich zu 2008 um 2 Prozent auf 53,5 Mio. Euro steigern.
Die ABZ sprach mit Volker Groos über neue Impulse für das Ladenbacken, die internationalen Herausforderungen im Bereich frischer Backwaren und Convenience-Produkte sowie über die aktuellen Innovationen aus dem Hause Wiesheu.
ABZ: Herr Groos, welches sind die Marktanforderungen von morgen und wo sehen Sie neue Impulse für das Ladenbacken?
Volker Groos: Meiner Meinung nach gewinnt die Optimierung der Backprozesse immer stärker an Bedeutung und das nicht nur beim Thema Energieeffizienz.
Der entscheidende Erfolgsfaktor für Backen in kundennahen Bereichen ist ein perfektes Backergebnis und zwar mit allen Arten von Backwaren. Daneben wird der effiziente Einsatz von Personal eine noch höhere Bedeutung bekommen. Das heißt, die Ladenbacköfen müssen intuitiv zu bedienen sein, eben sprichwörtlich kinderleicht. Beschickung, Entnahme und Reinigung müssen ohne großen Arbeitseinsatz möglich sein. Außerdem werden die Raumkonzepte der Zukunft immer mehr darauf ausgerichtet sein, dass der Verbraucher die Entstehung seiner Ware mit erleben kann und gleichzeitig für das Verkaufspersonal ein optimaler Arbeitsablauf entwickelt werden kann.
Neue Impulse sehe ich für den Convenience-Service von Bäckereien. Ofenfrische Snacks dürfen in keiner Bäckerei, an keinem Flughafen und auch in keinem Supermarkt mehr fehlen. Und interessant finde ich auch, dass die Gesamtästhetik für den anspruchvollen Verbraucher eine immer größere Bedeutung gewinnt, sowohl bei den Back- und Convenience-Produkten als auch in der Präsentation des „Schau-Backens“ selbst.
Wie reagieren Sie auf diese Marktanforderung?
Groos: Wir haben das Know-how unserer innovativen Entwickler und unsere praxiserfahrenen Anwendungstechniker, die alle Bäcker sind, zusammen gebracht und an der weiteren Optimierung der Backergebnisse gearbeitet – mit allen Arten von Backwaren, von Vorgebackenem über TK-Ware bis hin zu frischen Teiglingen.
Die Ergebnisse unserer neuesten Entwicklungen können sich mehr als sehen lassen. In unserem Wiesheu Dibas, dem Heißluft-Ladenbackofen mit der speziellen Dibas-Tür, die elegant im Gehäuse verschwindet, haben wir eine tief gezogene Backkammer realisiert. Diese bringt durch die strömungsoptimierte Geometrie entscheidende Vorteile für das Backergebnis und erleichtert nebenbei noch die Reinigung. Übrigens die einzige Hygienekammer von Heißluft-Ladenbacköfen am Markt.
Die Dibas-Tür, die seit 2003 die Ladenbackofen-Kunden durch ihre Raumoptimierung und Sicherheit begeistert, haben wir weiter verbessert: sie ist jetzt noch leichter zu bedienen, hat ein neues Verschlusskonzept und ist in zwei Ausführungen erhältlich.
Unser Ebo Etagenbackofen fehlt sowieso in keiner Qualitäts-Bäckerei. Aber auch hier haben wir noch weiter optimiert, z. B. die Sichtscheibe vergrößert, so dass der Verbraucher die Entstehung der leckeren Kruste mit verfolgen kann. Oder die Reinigungsstellung der Scheibe, die es dem Anwender ermöglicht, die Scheibe ohne Demontage sogar im warmen Zustand zu reinigen. Und mit der neuen Master/Slave-
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Steuerungslösung mit einem kinderleichten Programmeditor lässt sich die Programmierung der einzelnen Kammern entscheidend beschleunigen.
Insgesamt sind unsere neuen Steuerungskonzepte mit so viel Komfort und Benutzerfreundlichkeit ausgestattet, dass ich denke, dass wir damit für die nächsten Jahre einen Trend in der intuitiven Programmierung von Ladenöfen gesetzt haben.
Herr Groos, Sie sprechen von innovativen Steuerungskonzepten? Können Sie uns dazu ein Beispiel geben?
Groos: Gerne! Unsere Steuerungskonzepte mit unserer Classic-, Comfort- und Exclusive-Steuerung bieten viele kleine Annehmlichkeiten, die den Gesamteffekt ausmachen. Z. B. eine dem iPod ähnliche intuitive Bedienung. Ein brillantes Glasdisplay, das sich außerdem noch sehr leicht reinigen lässt. Der bereits erwähnte Programmeditor und die vielen Möglichkeiten der Exklusive. Um hier nur ein paar auf zu zählen: Speichermöglichkeit von 200 Packprogrammen, Schnittstellen für Ethernet, USB und Bluetooth, Energiemanagement, Master-/Slave-Funktion und Selbstdiagnosemöglichkeit.
Im Laufe unseres Gesprächs haben Sie immer wieder mit Stolz Ihren Dibas Heißluftofen erwähnt. Wodurch unterscheidet sich denn der Dibas von Heißluft-Backöfen anderer Anbieter?
Groos: Das ist ganz einfach: Letztlich gibt es keinen vergleichbaren Ofen, der durch eine so leichte Bedienung der Tür und durch so viel Schönheit besticht! Schauen Sie ihn sich einfach an und Sie werden wissen, wovon ich spreche.
Wissen Sie, viele sprechen schon seit Jahren davon, dass die Verbraucher sich im Laden wohl fühlen müssen, dass das Auge mit isst, dass Backwaren aus einer attraktiven Ladentheke besser verkauft werden etc. Gleiches wie für die Ladentheke gilt auch für den Ofen, aus dem die frische Brötchen kommen. Ein hochwertiger eye-catcher, in unserem Edelstahl- oder Nostalgie-Design, der zusätzlich durch sein bis heute weltweit einzigartiges benutzerfreundliches und raumsparendes Türkonzept besticht.
Sie haben außerdem das Beschickungssystem für den Dibas verbessert. Was ist neu daran?
Groos: Bei der Entwicklung unseres neuen Beschickungssystems haben wir es uns zur Aufgabe gemacht, den Arbeitsprozess für das Verkaufspersonal zu erleichtern und die Energieeffizienz zu verbessern. Das ist uns mit dem neuen System sehr gut gelungen. Denn mit diesem werden die Öfen ausschließlich mit den Backblechen, d.h. ohne Gehänge, beschickt. Dass das Vorteile sowohl im Gewicht und damit in der leichteren Handhabung als auch für die Energiebilanz bringt, liegt auf der Hand. So erzielen wir eine Energieeinsparung von 20 Prozent im Vergleich zu herkömmlichen Systemen.
Ein weiterer Schwerpunkt bei der Entwicklung dieses Systems war die Verbesserung des Backergebnisses. Dadurch, dass nur die Bleche in den Ofen eingebracht werden bedarf es keiner besonderen Gehänge, die die Luftzirkulation in der Backkammer negativ hätten beeinflussen können.
Was haben Sie für die Zukunft geplant?
Groos: Wir planen nicht nur, wir arbeiten bereits daran.
Ein wichtiger Punkt ist die Weiterentwicklung des „Intelligenten Backens“. Hier werden wir wieder Revolutionäres auf die Beine stellen. Aber auch die Themen Energieeffizienz und Energie-Rückgewinnung sowie eine Ausweitung unserer globalen Marktaktivitäten sind Themen, an denen wir ständig arbeiten.
