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Online verändert Kundenverhalten

Edeka-Testprojekt am Stuttgarter Hauptbahnhof: online bestellen und auf dem Heimweg abholen. (Quelle: Kauffmann)+
Edeka-Testprojekt am Stuttgarter Hauptbahnhof: online bestellen und auf dem Heimweg abholen. (Quelle: Kauffmann)

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Der digitale Wandel wird auch die Lebensmittelbranche stark beeinflussen / Marktanteil ist derzeit noch klein

Köln (abz). Der digitale wird den (LEH) fundamental verändern, da er neue Möglichkeiten schafft, um Kundenbedürfnisse besser zu erfüllen und neue Mehrwerte zu schaffen. Von den Veränderungen wird auch das Bäckerhandwerk erfasst werden, da sich das insgesamt verändern wird.

Laut der Studie „Aldi meets Amazon“ des Marktforschungsinstituts habe besonders der Online-Bereich großes Potenzial, obwohl der Marktanteil derzeit noch sehr klein sei.

Denn die Hemmschwelle, im Internet Lebensmittel zu bestellen, sei groß: Lediglich 14 Prozent der Deutschen haben schon einmal einen Online-Supermarkt genutzt. Doch die Internetkunden zeigen sich mit dem genutzten Angebot überraschend zufrieden. Noch dazu ist diese Gruppe ein wichtiger Multiplikator für die Branche, denn gerade sie wird besonders häufig vor Produktkäufen von Bekannten und Freunden um Rat gefragt. Sie geben ihre positive Erfahrung folglich an andere weiter und sorgen dafür, dass dynamisch wachsen wird.

Preisorientierte Kunden

beschleunigen digitalen Wandel

Den digitalen Wandel beschleunigen wird nach Einschätzung von Yougov ausgerechnet eine Gruppe, die bislang für Discounter besonders wichtig war: die „preisorientierten Kunden“. In dieser relativ großen Gruppe (39 Prozent der Käufer ab 18 Jahren) ist die Wahrscheinlichkeit besonders hoch, dass Kunden zukünftig ins Online-Geschäft abwandern. Etwa zwei Drittel (63 Prozent) von ihnen geben an, dass wenn das Einkaufen irgendwo anders schneller und einfacher ist, sie das Geschäft wechseln.

Sie achten auf Schnäppchen – verfügen aber dennoch über eine hohe Kaufkraft. „Noch ist diese Kundengruppe aufgrund ihrer Preissensibilität die ideale Zielgruppe von Discountern. Doch die Erfahrung zeige, dass ‚Online‘ in vielen Produktkategorien preisführend ist. Das wird bei Lebensmitteln perspektivisch ähnlich sein, zumindest bei haltbaren Produkten. Die Wachstumsraten für den Internetvertriebsweg wird das deutlich anheizen“, sagt Markus Braun von Yougov.

Ware kann vor Kauf

nicht geprüft werden

Von einem digitalen Erfolg sei der LEH allerdings noch weit entfernt: Bei Nicht-Nutzern und auch bei den Nutzern selbst gebe es noch zahlreiche Hürden, die das Wachstum hemmen. Zu der größten Hürde der Nicht-Nutzer von Online-Supermärkten zähle mit 75 Prozent, dass die Ware vor dem Kauf nicht betrachtet oder geprüft werden könne. An zweiter Stelle folgt mit 60 Prozent das fehlende Vertrauen in die Qualität der Waren. Weitere Hürden sind zu hohe Versandkosten oder eine zu große Umweltbelastung durch zusätzliche Transportwege oder Verpackungsmüll.

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