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Offensiv über Hygiene reden

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Kolumne

Über Großbäcker Müllers Hygienesünden ist alles gesagt, die ganze Medienbranche samt Günther Jauch und Maybrit Illner haben allen erklärt, was Sache ist. Deshalb hier nur noch dieses Eine – ganz unter uns – als Nachlese: Ein Teil der Bäcker schüttelt von oben herab den Kopf wegen dieser Affäre und reagiert empört über den Kollegen Müller in Neufahrn. Die anderen sind ganz still, kleinlaut und dabei heilfroh, dass sie selbst nicht an den Pranger gestellt wurden – denn, wenn man ehrlich ist, es „müllert“ auch in andern Backstuben.

Die Klugen unter uns aber achten vor allem auf das: Zur Zeit ist die gesamte Branche im – man redet über uns, und zwar landesweit: Neulich in der Bahn, ganz weit weg von München, lauschte ich einem Gespräch von Mitreisenden, die nach dem Aufmacher über Müller in der Zeitung vom Hundertsten aufs Tausendste kamen: „Ich kaufe bei meinem Großbäcker“ – das war nicht Müller, sondern einer aus dem Norden Deutschlands – „jetzt auch nicht mehr ein. Über den munkelt man doch schon lange, dass er die Brotreste vom Vortag wieder in den Teig wirft und uns das als frische Ware unterjubelt.“ Die Reisefreundin, ganz pikiert: „Was du nicht sagst! Ja, dann ist diese Bäckerei auch für mich gestorben!“ Es wird über uns Bäcker geredet – ob wir wollen oder nicht! Nur wem das bewusst ist, der kann gegensteuern. Vorbehalte, Ängste, üble Klischees ins Positive drehen, ganz nach dem Motto: „Tue Gutes und rede darüber“. Wer das beherzigt, wird nicht vom Müller-Skandal mit in die Tiefe gezogen, sondern kann sich genau dadurch profilieren und steht anschließend besser da als zuvor. Deshalb: Müllers Schwächen analysieren und zeigen, dass man es anders macht und viel besser kann.

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