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Bio-Verbände zoffen sich

Deutschlands Bio-Verbände sind sich aktuell nicht grün.  (Quelle: Fotolia/faye93)+
Deutschlands Bio-Verbände sind sich aktuell nicht grün. (Quelle: Fotolia/faye93)

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Öko-Landbau

Nach Kooperation von Bioland und Lidl sehen sich andere Verbände benachteiligt.

Stuttgart (abz). Der Kooperation von und sorgt bei Deutschlands Bio-Verbänden für Stress. In einem Brief hat der Verein Biokreis mit Sitz in Passau seine Mitglieder jetzt aufgefordert, die Verpflichtungserklärung zur Einhaltung des Bioland-Standards nicht zu unterzeichnen. "Werden die Rohwaren nicht mehr als gleichwertig anerkannt, dann werden Markenlizenzverträge als Waffe eingesetzt", zitiert die Lebensmittelzeitung (LZ) aus dem Schreiben.

Biokreis, dem rund 1300 Betriebe angehören, fürchtet demnach die Reduzierung auf Bioland-Ware bei allen Bio-Unternehmen und fordert, dass seine Verbandsware als gleichwertig anerkannt wird, ohne dass sich seine Mitglieder einer zweiten Verbandszertifizierung unterziehen müssen. Bioland-Chef Jan Plagge ziziert die LZ mit der Aussage, dass es seit Jahren eines seiner Kernanliegen sei, "auf politischer Ebene die Zusammenarbeit über die Verbände hinweg zu organisieren, im Interesse der ökologischen Landwirtschaft".

Ein Interview mit Jan Plagge zum Lidl-Deal und den Auswirkungen auf Bäcker steht in der kommenden ABZ-Ausgabe, die am 3. November erscheint.

Klare Aussage: Diese Brote wurden mit Bio-Mehl gebacken.
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