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Neuausrichtung bei Lieken

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Neue Produktionsstätte im Rhein-Main-Gebiet geplant / Fünf Standorte werden geschlossen / Betriebsrat will Entscheidung prüfen lassen

Nach den nur scheibchenweise bekannt gewordenen Ankündigungen zur der Standorte in Essen-Borbeck und hat die Geschäftsführung der AG nun eine Mitteilung über ihre weiteren Pläne veröffentlicht. Darin heißt es, dass das Unternehmen bereits im Juli umfangreiche Umstrukturierungen in der Produktion angekündigt und ein Investitionspaket in Höhe von 100 Mio. Euro angestoßen habe. Nun hat der Lieken-Aufsichtsrat weitere Maßnahmen in Höhe von 300 Mio. Euro beschlossen: Neben umfangreichen Investitionen in bestehende Standorte wird Lieken im Rhein-Main-Gebiet ein neues Werk bauen. Lieken ist hier bereits auf der Suche nach einem konkreten Standort, an dem bis 2017 der einer Produktionsstätte fertiggestellt werden soll.

Mit Fertigstellung des Neubaus und den Erweiterungen werden die Produktionsstandorte in Essen, Garrel, Stockstadt und Weißenhorn in den nächsten drei Jahren geschlossen. Bereits im Sommer war die Schließung des Standorts Pfungstadt zu Anfang 2015 bekannt geworden. Nach Informationen der Lebensmittel Zeitung geht mit diesen Schließungen auch die strategische Trennung von den Bereichen Süße Backwaren und Hefegebäcke einher. „Diese Spezialitäten können andere besser liefern“, so Markus Biermann, Vorstand Vertrieb und Produktion der Lieken AG, im Gespräch mit der Zeitung.

Investiert werde an den Standorten Brehna, Lünen und Lüdersdorf. „In Brehna haben wir dieses Jahr das Grundstück und Gebäude erworben“, erläutert Alexander Bott, Vorstand Finanzen der Lieken AG. Auch in Lüdersdorf haben die Bauarbeiten bereits begonnen: „Hier erweitern wir die Tiefkühlanbindung des Werkes“, so Biermann. „Dazu zählt auch der Bau eines neuen Tiefkühllagers mit 6000 Stellplätzen.“ Am Standort Lünen will Lieken ein Grundstück erwerben, um auch hier das Werk weiter auszubauen.

Ein wichtiger Schritt für Lieken ist der Bau einer neuen Produktionsstätte im Rhein-Main-Gebiet. Geplant sind ein Werk inklusive Tiefkühllager und Logistikflächen auf einem Grundstück mit 80.000 Quadratmetern. Dies gehe auch einher mit dem Abbau bestehender Kapazitäten, so die Lieken-Geschäftsführung, wogegen sich aber der des Standorts in Essen-Borbeck wehren will. Aus Kreisen der Mitarbeiter heißt es dazu, dass das Werk in den vergangenen zwei Jahren Gewinne erwirtschaftet habe. Nach Informationen des Senders Radio Essen haben nun Betriebsrat und Gewerkschaft einen Betriebsprüfer beauftragt, der herausfinden soll, warum das Werk geschlossen werden soll.

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