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Meinung
Wenn man auf das Jahr 2009 zurückblickt, war es ein gutes Jahr für die Bäcker. Das traut man sich mitten in der Krise ja gar nicht zu schreiben, aber es war nun mal einfach so: Niedrige Rohstoffpreise senkten die Materialkosten und eine gute Nachfrage in den Fachgeschäften schlug sich nicht zuletzt in stabilen Umsätzen nieder. Die Verbraucher schätzen die Qualität des Handwerksbäckers offenkundig hoch genug und haben die Discounter mit ihren Billigpreisen nicht zu den Gewinnern der Krise gemacht.
Das sollte das Bäckerhandwerk mit Stolz erfüllen und Mut machen. Hat es auch, denn auf die iba brachten die Bäcker eine gute Stimmung mit und zeigten sich auch in Investitionslaune. Ein handfestes Pfand für eine erfolgreiche Zukunft.
Ohne nun den orakelnden Miesepeter zu spielen: Das muss aber alles nicht so bleiben. Eine wichtige Voraussetzung für den zukünftigen Erfolg ist es, sich seiner Stärken bewusst zu sein und sich nicht andauernd in Vergleichen mit der Systemgastronomie oder der Industrie selbst klein zu reden. Das ist leider allzu oft der Fall. Die werte Konkurrenz hingegen übt sich stets im Verkünden ihrer Vorzüge, ihrer Größe und neuer Expansionsabsichten. Lassen Sie sich nicht beirren – von niemandem – auch nicht von Beratern, die sich rund um das Bäckerhandwerk herum tummeln. Die meinen es sicher gut, aber wer nur mit den Stärken der Konkurrenz warnt, vergisst irgendwann die eigenen zu sehen.
Nutzen Sie stattdessen die Festtage, um Kraft für das neue Jahr zu schöpfen, das genau wie 2009 seine Herausforderungen für das Handwerk bereit halten wird.
Die ABZ wünscht allen Lesern ein gutes Weihnachtsgeschäft, aber vor allem besinnliche, erholsame und freudige Weihnachten und einen guten Start in das Neue Jahr!
