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Müller-Brot muss vor Gericht

Mit einem Urteil ist in diesem Jahr voraussichtlich nicht mehr zu rechnen.  (Quelle: Kauffmann)+
Mit einem Urteil ist in diesem Jahr voraussichtlich nicht mehr zu rechnen. (Quelle: Kauffmann)

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Hygieneskandal

Wegen eines Kakerlaken-Fundes in der ehemaligen Großbäckerei Müller-Brot muss sich das Unternehmen nun vor Gericht verantworten. Im Fokus stehen sechs Manager.

Landshut (abz). Dreieinhalb Jahre nach dem Skandal um Kakerlaken in der bayerischen Großbäckerei soll im November der Prozess gegen sechs ehemalige Manager beginnen. Das berichtet die Süddeutsche Zeitung unter Berufung auf den Vizepräsidenten des Landshuter Landgerichts, Rainer Wiedemann.

Drei Geschäftsführern, dem Betriebsleiter, dem Produktionsleiter und der Leiterin des Qualitätsmanagements werden neben gravierenden Hygienemängeln auch Insolvenzverschleppung und Betrug vorgeworfen.

Müller-Brot hatte Anfang 2012 Insolvenz angemeldet, nachdem das Landratsamt Freising die Produktion des Neufahrner Unternehmens gestoppt hatte. Zuvor waren Reinigungsarbeiten zur Beseitigung von Mäusedreck und Kakerlaken erfolglos geblieben. 1250 Menschen verloren ihren Job.

Vor anderthalb Jahren erhob die Landshuter Staatsanwaltschaft Anklage. Die Prüfung des Falles dauerte so lange, weil die zuständige Strafkammer nach eigener Aussage mit einer Vielzahl anderer Fälle beschäftigt war. Für den Prozess sind laut „SZ“ nun zunächst zehn Verhandlungstage vom 2. November bis Weihnachten angesetzt. Dass dann bereits eine Entscheidung falle, sei aber unwahrscheinlich.

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