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Mestemacher macht 6 Prozent Plus

Professor Joachim Zentes (sitzend), Direktor Institut für Handel & Internationales Marketing der Universität des Saarlandes, mit den Gesellschaftern (von links): Fritz Detmers, Helma Detmers, Ulrike Detmers und Albert Detmers.  (Quelle: Unternehmen)+
Professor Joachim Zentes (sitzend), Direktor Institut für Handel & Internationales Marketing der Universität des Saarlandes, mit den Gesellschaftern (von links): Fritz Detmers, Helma Detmers, Ulrike Detmers und Albert Detmers. (Quelle: Unternehmen)

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Bilanz 2013

135 Mio. Euro beträgt der der Gruppe im vergangenen Jahr. Und auch dieses Jahr will Mestemacher zulegen. Woher kommt das ?

Gütersloh (abz). Mit SB-verpackten Brotsorten wie Pumpernickel, verschiedenen Vollkornbrotsorten aus Bio- und konventionellen Zutaten, mit internationalen Brotspezialitäten und Tiefkühlkuchen ist der Umsatz der um 7 Mio. Euro auf 135 Mio. gestiegen. Die Zahlen sind gestern bei der Jahrespressekonferenz vorgestellt worden. Demnach hat sich der Exportanteil auf 24 Prozent eingependelt. Im Wirtschaftsjahr 2013 seien Investitionen in Höhe von 4,1 Mio. Euro getätigt worden. Für  2014 sind ca. 5 Mio. Euro geplant. Die Investitionssumme fließt zu je einem Drittel in Technik zur Steigerung der Energieeffizienz, in Rationalisierung zur Förderung der Qualität und der Wettbewerbsfähigkeit sowie in Ersatzinvestitionen, die ebenfalls zur Qualitätssicherung dienen sollen. Die zentrale Unternehmensführung liegt weiterhin in den Händen der drei Gesellschafter Albert Detmers, und der BWL-Professorin an der FH Bielefeld, . In der Mestemacher-Gruppe sind den Unternehmen zufolge 535 Arbeitskräfte beschäftigt.

2014

Die Mestemacher-Gruppe verfügt auch in Zukunft über das Potential zum Wachstum, teilt die Gruppe mit. Auf Grund der unsicheren Entwicklungen der Konjunktur sowie der Euro-Krise plant Mestemacher auch für dieses Jahr "sehr konservativ mit einem Umsatz in Höhe von 136 Millionen Euro". Die Mestemacher Brotspezialitäten profitierten weiterhin von den Megatrends Gesundheit, Convenience und Ethik. Mit dem Manufakturcharakter neuer Brotsorten mit kleinerer SB-verpackter Scheibenanzahl erhofft sich die Familienbäckerei auch zukünftig Umsatzwachstum. Die Brote mit kleineren Mestemacher-Brotgewichten würden von Handel und Konsumenten im demografischen Wandel mit kleineren Haushalten in steigender Anzahl vermehrt nachgefragt.

Rohstoffversorgung

Im Jahresdurchschnitt wurden 2013 pro Monat fast 12 Mio. Brotpackungen zum Verkauf im SB-Brotregal hergestellt. Dafür wurden monatlich über 2300 Tonnen Getreide, hauptsächlich , verarbeitet. Der Roggen muss bei Mestemacher ganz spezifische Anforderungen für das Backen erfüllen und deshalb war im abgelaufenen Erntejahr das für Mestemacher spezifische Angebot deutlich geringer als die Gesamternte an Roggen. Generelle Preissenkungen beim Roggen durch eine gute Gesamternte wirkten sich bei Mestemacher nur relativ gering aus, heißt es in einer Mitteilung des Unternehmens. Trotzdem seien mit den erzielten Ersparnissen Mehrkosten für Personal, Logistik, Heizkosten und Kartonagen kompensiert worden. 2014 ist vorgesehen, das Preisniveau für das Sortiment stabil zu halten. Risikofaktoren seien auch in Zukunft die volatilen Preise für relevante Rohstoffe, Witterungseinflüsse, Währungseinflüsse und die sinkende Anbaufläche für Roggen.

Tochtergesellschaften und Ausland

Zur Gruppe gehört die Aerzener Brot und Kuchen GmbH. Sie vertreibt Tiefkühlkuchen und Brot für das Segment Preiseinstieg. Hauptabsatzgebiet ist Deutschland mit dem Vertrieb über den deutschen Lebensmitteleinzelhandel insbesondere im Bereich der Eigenmarken – also besonders günstige Vollkornbrote und Kuchen. Alle Kuchensorten sind dem Unternehmen zufolge nach Konditorenart gebacken und tiefgekühlt lieferbar. Eine gute Entwicklung verzeichnet laut Mestemacher das polnische Tochterunternehmen Benus Spólka z.o.o. Dieses habe die Umsätze von 6,6 Mio. Euro im Jahr 2012 auf über 7,4 Mio. Euro im Jahr 2013 erhöht. Auch im vergangenen Jahr erzielte die Mestemacher-Gruppe 24 Prozent der Umsätze im Export. Mestemacher Vollkornbrote erfreuten sich seit Jahren wachsender Beliebtheit in mehr als 90 Ländern.


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