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Menschlicher Tierversuch

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Kommentar

Übergewichtig, fettleibig, herzkrank und von Diabetes geplagt – immer mehr Bäckerkunden haben laut Experten unterschiedlichster Disziplinen ernährungsbedingt gesundheitliche Probleme. Auch wenn der Bäcker in den seltensten Fällen an der gesundheitlichen Misere schuld ist, gerät er mit in den . Denn sie ruft auch die Politik mit Blick auf die Fürsorgepflicht – und die entstehenden Kosten auf den Plan.

Und das, nachdem man Jahrzehnte zugeschaut hat, wie sich die Ernährungsindustrie via Großeinsatz von Zucker, Fett und gemästet hat. Das Arsenal von Schokoriegeln, Cola, Sprite und Co., die ach so lustige Palette um Chips, salzige Snacks, chemisch gepanschte Joghurts und mit Zucker frisierte Cerealien lassen grüßen. Dieser menschliche Tierversuch läuft dank sauberer Lobbyarbeit schon einige Zeit – und hat in mehrfacher Hinsicht zum Wachstum beigetragen. Da wird das Volk mit billiger Massenware abgespeist, bis der Arzt kommt. Man könnte vermuten, dass sei moralisch mager. Denn jetzt wissen wir, das war nicht so gut. Jetzt die Rolle rückwärts – mit der sogenannten .

Und da hört der Spaß für Bäcker und Konditoren auf. Klar kann in moderater Weise der Einsatz von Zucker, Fett und Salz reduziert werden. Aber es ist schwer verdauliche Kost, dass das Lebensmittelhandwerk für Fehlentwicklungen und werblich getriebene Verführungen der Ernährungsindustrie in Sippenhaft genommen wird.

Denn am Einkauf beim Bäcker oder Konditor um die Ecke kann es nicht liegen, dass die Verbraucher durch ihre Ernährung krank werden. Wäre es so, müsste das Ernährungshandwerk insgesamt ja deutlich gesünder dastehen . . .

Kardinalfrage: Wie viel Salz muss ins Brot, damit es schmeckt, ohne als gesundheitsschädlich zu gelten?
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