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Mehr Geld für Azubis

Die DGB-Jugend fordert mehr Geld für Azubis. (Quelle: pixabay.com / janeb13)+
Die DGB-Jugend fordert mehr Geld für Azubis. (Quelle: pixabay.com / janeb13)

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Gewerkschaftsbund beanstandet die Arbeitsbedingungen und -zeiten und fordert eine Mindestausbildungsvergütung.

Berlin (abz). Der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) hat seinen 2018 veröffentlicht. Die darin vorgestellten Ergebnisse zeigen unter anderem, dass bei Lehrlingen hinsichtlich der zu leistenden wöchentlichen Arbeitszeit große Unzufriedenheit herrsche.

63,7 Prozent der Azubis geben an, regelmäßig leisten zu müssen, das sind etwa zwei Drittel der Befragten. Gerade Hotelfachleute (56 %) und Köche (54,8 %) gaben an, regelmäßig Überstunden ableisten zu müssen. Gefolgt von Fachverkäufern im Lebensmittelhandwerk, die mit durchschnittlich 7,3 Stunden mehr wöchentlicher Arbeitszeit, ebenfalls am oberen Ende der Skala liegen. Diese wird von den Köchen mit 8,1 Wochenstunden angeführt.

In Sachen Ausbildungsvergütung fordert die DGB-Jugend eine Mindestausbildungsvergütung (MiAV) für alle Ausbildungsformen. Denn die Azubis sollten in der Lage sein, mit ihrer Vergütung ein eigenständiges Leben zu führen. Die geforderte MiAV soll bei 80 Prozent der durchschnittlichen Ausbildungsvergütung des jeweiligen Lehrjahres liegen.

Diese Forderung eines flächendeckenden MiAVs lehnte der Baden-Württembergische Handwerkstag (BWHT) in einer Pressemitteilung klar ab: „Bei einer Ausbildung steht das Lernen im Vordergrund. Der Blick allein auf die Vergütung wird dem Charakter und dem Sinn der Ausbildung nicht gerecht.“

Der Report zeige jedoch auch Erfreuliches: 70,2 Prozent der Auszubildenden sind mit Ihrer Ausbildung insgesamt „sehr zufrieden“ (25 %) oder „zufrieden“ (45 %). Grundsätzlich ist die der Auszubildenden höher, je größer der Betrieb ist.

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