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"Es bedient Dich gerne…"

Das selbstverständliche Duzen zwischen Kunden und Verkäuferinnen kann auch zu verbalen Übergriffen führen, heißt es.   (Quelle: Fotolia/karras6079)+
Das selbstverständliche Duzen zwischen Kunden und Verkäuferinnen kann auch zu verbalen Übergriffen führen, heißt es. (Quelle: Fotolia/karras6079)

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Das Duzgebot bei „Schäfer Dein Bäcker“ kommt nicht bei allen Beteiligten gut an.

Limburg (abz). „Kauf Dir Deinen Riesenlutscher“, „Lass Dich überraschen“ – in der Werbesprache ist das Duzen schon lange Praxis. Im Bäckerhandwerk allenfalls als kollegiale Version gängig. Jetzt ist das Duzen aber zwischen Kunden und Verkaufspersonal praktisch offiziell in der Branche angekommen.

Die Bäckerei „Schäfer Dein Bäcker“ geht auf Anweisung von Firmenchef Johannes voran mit Verkaufspersonal, das mit dem Schriftzug „Es bedient Dich gerne…“ ausgestattet ist, wie der Hessische Rundfunk (hr) online berichtet. Ergänzt, jeweils durch den entsprechenden Nachnamen. Das kann - und soll vielleicht - als Aufforderung an Kunden gelesen werden, das Verkaufspersonal zu duzen - und umgekehrt.

Man könnte sagen, das passt in unsere Zeit und ist eine logische Konsequenz aus dem Firmennamen (Dein Bäcker). Die Aktion kommt aber nicht bei allen Beteiligten gut an. Das Thema Namenschild und „Duzverordnung“ werde in den Läden heiß diskutiert, kommt Peter-Martin Cox von der NGG bei hr zu Wort. Junge Frauen befürchteten wohl, dass das Duzen zu verbalen Übergriffen führe, ältere Mitarbeiten befürchteten ein Abgleiten ins Respektlose. Insgesamt sei es für die Mitarbeiter schwierig, sich gegen diese Verordnung zur Wehr zu setzen.

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