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Lkw sind keine Froster


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Wirtschafts- & Firmeninfos

Transporteure befürchten strengere Regeln

Der bundesweite Verband für temperaturgeführte Transportlogistik, Transfrigoroute Deutschland (TD) e.V., warnt vor Knebelbedingungen bei Tiefkühltransporten. Anlass ist die Mitteilung der Netto Marken-Discount GmbH an ihre Lieferanten, seit dem 1. Mai dieses Jahres keine Tiefkühl(TK)-Waren mehr anzunehmen, deren Kerntemperatur nicht mindestens -18° C beträgt (ohne Toleranzen). Zusätzlich behält sich Netto vor, bei aus diesem Grund verweigerter Warenannahme einen Umsatz- und Spannenausfall in Höhe von 20 Prozent des Warenwertes in Rechnung zu stellen.

Die Verordnung über tiefgefrorene Lebensmittel (TLMV), lässt hingegen laut Transfrigoroute eine kurzfristige Abweichung von bis zu drei Grad Celsius zu. Anliefertemperaturen von -18°C und tiefer, auch bei der letzten Auslieferstelle, erfordern Ausgangstemperaturen von -25° bis -30° C beim Erzeuger und betreffen alle an der Kühlkette Beteiligten.

Der Lkw sei kein Froster, so der Verband. Das Transportkälteaggregat am Fahrzeug kann Defizite in der Kerntemperatur verladener Ware nicht ausgleichen. Transfrigoroute warnt deshalb ihre Mitglieder vor TK-Transporten mit solchen oder vergleichbaren Anforderungen und befürchtet, dass versucht werden wird, zwischen Erzeuger und Handel vereinbarte „Vertragsstrafen“ an den Transporteur weiterzugeben. Der Transportverband empfiehlt, solche Transportaufträge nur mit größter Sorgfalt und den erforderlichen Vorkehrungen sowie in Abstimmung mit den Auftraggebern durchzuführen oder vorerst ganz abzulehnen. Strafgebühren sollten grundsätzlich nicht akzeptiert werden.

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