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Lieken wird verkauft

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Der italienische Pastakonzern Barilla trennt sich von deutscher Bäckereitochter

Düsseldorf Der italienische Nudelkonzern verkauft seine deutsche Backwarentochter AG an die tschechische , wie beide Unternehmen der Presse mitteilten. Zum Kaufpreis des Unternehmens mit rund 780 Mio. Euro Umsatz 2012 wurden keine Angaben gemacht.

Mit dem Verkauf zieht Konzernchef einen Schlussstrich unter das Engagement auf dem deutschen Bäckereimarkt, das ihm finanziell keine Freude bereitet hat. Gute zehn Jahre ist es her, dass der Pastakonzern in einer spektakulären Aktion die Großbäckerei Kamps geschluckt hat. Zum Back-Imperium des damaligen Großaktionärs und Geschäftsführers Heiner Kamps gehörten die Marken Kamps, Golden Toast und Lieken Urkorn, die Barilla später unter dem Namen Lieken AG zusammengefasst hat.

Aber wie die Italiener selbst einräumen, hatten sie keine Freude an ihrem deutschen Bäckerei-Unternehmen. Die Aktiengesellschaft schrieb viele Jahre rote Zahlen, und im Jahr 2010 zog Barilla Konsequenzen und verkaufte das Filialgeschäft von Kamps an den Finanzinvestor ECM. Auch von Lieken wolle man sich trennen, so verlautbarte Konzernchef Guido Barilla bereits im Juni vergangenen Jahres, denn man wolle sich stärker auf das wachsende Geschäft mit Pasta, Soßen und Fertiggerichten fokussieren. Dies kann nun mit dem Verkauf von Lieken an Agrofert realisiert werden.

Die 1993 gegründete Agrofert-Holding gehört laut Medienberichten zu den größten Konzernen in der Tschechischen Republik, und sie betreibt dort die Bäckereikette Penam sowie in Ungarn den Schnittbrothersteller Ceres.

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