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Lieken soll 1665 Mitarbeiter entlassen wollen

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Betroffen sind mehr als 1000 Arbeitsplätze nur im Logistik-Bereich / Das Unternehmen gibt auf Nachfrage keine Stellungnahme ab

Wittenberg/Prag (abz). Keine Antwort ist auch eine Antwort: Die Nachfrage der ABZ an die Großbäckerei Lieken, zu der geplanten Massenentlassung von 1665 der insgesamt 2800 Mitarbeiter in Deutschland Stellung zu beziehen, ließ das Unternehmen bis Redaktionsschluss unbeantwortet.

Nach Medienberichten unter Berufung auf Gewerkschaften will die Lieken-Gruppe an deutschen Standorten 1065 Mitarbeiter in der Logistik und 600 in der Produktion entlassen

Der Agrofert-Konzern mit Sitz in Prag hatte 2013 die Lieken-Gruppe vom italienischen Nahrungsmittelkonzern Barilla mit damals 4000 Mitarbeitern gekauft. Seit 2014 wurden umfangreiche Umstrukturierungen durchgeführt. Dafür soll Agrofert, das damals dem tschechischer Ministerpräsidenten Andrej Babiš gehörte, mehr als 600 Millionen Euro zur Verfügung gestellt haben.

Im Zuge der Umstrukturierung wurden mehrere Werke geschlossen, andere verkauft. Besonders die Schließung des Betriebes in Weißenfels stieß in der Öffentlichkeit auf heftige Kritik.

Babiš ist offiziell nicht mehr Besitzer von Agrofert – 2017 musste er die Holding wegen des Unvereinbarkeitsgesetzes in einen Treuhandfonds überführen.

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