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Lebensstil statt Zielgruppe

Bäcker sollten sich fragen, welchen Lebensstil ihre Kunden pflegen. +
Bäcker sollten sich fragen, welchen Lebensstil ihre Kunden pflegen.

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Sinn-Karrieristen und Tiger Women: Die der ist da. Wie wirkt sich das auf das Konsumverhalten aus?

Frankfurt aM. (abz). Ob alt oder jung, ob links oder rechts, ob studiert oder nicht: All das sagt immer weniger darüber aus, wie ein Mensch lebt. Nichtsdestotrotz bleiben Menschen soziale Wesen. Sie definieren sich über Gemeinschaften. Nur dass diese Gemeinschaften heute fließender sind und sich über eine Mischung aus Werten, Einstellungen und Konsumpräferenzen darstellen – kurz: Lebensstilen.

Zehn innovative Lebensstile machen die Autoren einer Studie des Zukunftsinstituts aus. Ihnen allen ist gemeinsam, dass die Zugehörigen der zehn Gruppen auf Augenhöhe angesprochen werden wollen und meist ganz andere Ansprüche haben als häufig angenommen. Zum Beispiel die Creativiteens – die Innovatoren innerhalb der Jugendgeneration. Sie wachsen in einem Meer an Möglichkeiten auf, ertrinken jedoch nicht darin, sondern nutzen sie spielerisch. Erfahrungen und Experimente sind wichtiger als geradlinige Pläne. Talente und Leidenschaften sind der Kern ihres Lebenswandels. Die neuen Medien sind für sie das zentrale Werkzeug, um eine Spur zu hinterlassen: Vom Mitmach-Web zum Mitmach-Leben. Wer sie ansprechen möchte, muss offen und ehrlich sein und ihnen einen Resonanzboden für ihre Kreativität bieten. Mit dem klassischen Marketing können sie nichts anfangen.

Creativiteens

Die Generation nach Facebook. Sie sind bekennende Bausparer, sehnen sich nach Familie und neuer Gemeinschaft. Und sind doch anders. Aufgeschlossener. Kreativer. Entspannter. Anteil an der Altersgruppe 14 bis 25 Jahre: 13,1 Prozent.

Business Freestyler

Postmoderne Lebenskünstler. Sie sind hochqualifiziert, selbstbewusst und permanent auf der Suche: nach sich selbst, nach mehr Verantwortung, nach größeren Herausforderungen, nach dem Glück, nach einem besseren Leben. Anteil an der Altersgruppe 20 bis 35 Jahre: 7,1  Prozent.

Proll Professionals

Extravaganz statt Understatement. Sie sind nicht klug, aber schlau. Sie haben Spaß an der Selbstinszenierung mit dicken Autos und Bling-Bling-Accessoires. Zugleich wissen sie, dass man ohne Anstrengung im Leben nichts erreicht. Anteil an der Altersgruppe 20 bis 40 Jahre: 4 Prozent.

Gutbürger

Öko-Pragmatismus mit Stil. Sie übernehmen Verantwortung und stoßen aktiv Veränderungen an. Dieser Avantgarde-Lebensstil verkörpert einen erwachsenen Community-Gedanken und einen zukunftsweisenden Öko-Pragmatismus. Anteil an der Altersgruppe 25 bis 45 Jahre: 10,4 Prozent.

Tiger Women

Das neue weibliche Role Model. Sie verkörpern das moderne Rollenbild der Frau: unabhängig, berufstätig, selbstständig. Ihr Erfolgsstreben macht sie aber nicht zum weiblichen „Lonely Wolf“. Ihr Ziel ist ein neues, paritätisches Lebensmodell. Anteil an der Altersgruppe 30 bis 45 Jahre: 13,7 Prozent.

Superdaddys

Aktive Väter. Sie programmieren die Gesellschaft der kommenden Jahre um. Die Familie ergänzt die Arbeit als sinnstiftendes Element der männlichen Lebenswelt. Anteil an der Altersgruppe 30 bis 55 Jahre: 11,0 Prozent.

Mainstream-Stars

Leuchtende Sterne in der Masse. Sie möchten aus der breiten Masse, zu der sie gehören, herausstechen. Sie integrieren Glamour und Extravaganz in ihr häuslich-bodenständiges Leben und wollen sich nicht verstecken. Anteil an der Altersgruppe 40 bis 60 Jahre: 4,9 Prozent.

Sinn-Karrieristen

Mid-Ager auf Selbstfindung. Sie verfallen nicht in Lethargie, wenn sich in der Lebensmitte erste Krisentendenzen auftun. Sie wagen den Neuanfang, lassen alte Routinen hinter sich und steigen aus dem Hamsterrad aus – um endlich zu sich selbst zu finden. Anteil an der Altersgruppe 45 bis 60 Jahre: 7,7 Prozent.

Silverpreneure

Vom Beruf zur Berufung. Sie setzen auf aktives Altern. Das heißt für sie, vor allem auch im Rentenalter noch berufstätig zu sein. Mit ihrem Engagement setzen sie wichtige Impulse für ein neues Altersbild in der Gesellschaft. Anteil an der Altersgruppe 55 Jahre und älter: 14 Prozent.

Forever Youngsters

Alles auf „Los“. Sie betrachten den Start ins Rentenalter als Beginn der besten Lebenszeit. Voll Neugier und Tatendrang stürzen sie sich in neue Aktivitäten, testen ihre Grenzen, ergreifen Initiativen, verwirklichen Träume. Anteil an der Altersgruppe 55 bis 80 Jahre: 10,4 Prozent.


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  • Snacks
    Werner Kräling | Jürgen Rieber

    Snacks

    Das Spektrum der Snacks ist riesig: Belegte Brötchen, Brote, Sandwiches, Bagels, Seelen, Waffeln, Muffins, Fladenbrote, gebackene Snacks, Panini, Pizza, Strudel, Zwiebelkuchen, Quiches, Flammkuchen und kleine Gerichte.

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