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Verband lehnt „Hygieneampel“ ab

Die Branche sieht die Einführung einer Hygieneampel beziehungsweise eines Hygienebarometers im Zusammenhang mit der Lebensmittelkontrolle kritisch. (Quelle: Pixelio/Singler)+
Die Branche sieht die Einführung einer Hygieneampel beziehungsweise eines Hygienebarometers im Zusammenhang mit der Lebensmittelkontrolle kritisch. (Quelle: Pixelio/Singler)

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Lebensmittelüberwachung

Der Zentralverband des Deutschen Bäckerhandwerk begründet seine Kritik mit Blick auf die Initiative in Niedersachsen.

Berlin (abz). Nachdem die Landesregierung Nordrhein-Westfalens im September 2016 die Einführung einer obligatorischen beschlossen hat, zieht nach (wir berichteten). Konkret heißt das: Ab Sommer sollen sämtliche Kommunen den Inhabern von Betrieben nach einer Kontrolle ein „Barometer“ aushändigen, wie der (ZV) mit Bezug auf einen Beitrag der Osnabrücker Zeitung erklärt.

Dieses könne dann – auf freiwilliger Basis – an der Eingangstür ausgehängt werden. Das Verbraucherschutzministerium gehe laut ZV davon aus, dass Betriebe mit guten Kontrollergebnissen so eine kostenlose Werbung für ihren Betrieb erhalten – als Gegenleistung für die kostenpflichtigen Lebensmittelkontrollen.

Der Zentralverband lehnt die Hygieneampel – auch auf freiwilliger Basis – ab. ZV-Präsident erklärt seine Position: „Wir glauben, dass Niedersachsen mittelfristig ebenfalls die Einführung einer verpflichtenden Veröffentlichung wie in NRW plant. Die Freiwilligkeit ist nur vorgeschoben, um die Kritik aus der Lebensmittelwirtschaft abzumildern. Zudem fehlt es für eine solche Hygieneampel ohnehin an einer Rechtsgrundlage, wie aktuelle Urteile aus NRW gezeigt haben.“

, Hauptgeschäftsführer des Verbandes, macht noch auf einen anderen Kritikpunkt aufmerksam: „Die Kontrolleure der Lebensmittelüberwachung stehen allein schon durch die Regelkontrollen an ihrer Belastungsgrenze. Durch das Ausstellen der bliebe noch weniger Zeit für die eigentliche Kontrolle, was negativ für alle Beteiligten wäre. Aufgrund eines subjektiv bewerteten Zustands eines Betriebs stellen Kontrollergebnisse nur eine wenig aussagekräftige Momentaufnahme dar, die durch eine Ampel aber den Anspruch der Kontinuität erhebt.“

Nach seiner Auffassung sind eine bedarfsgerechte Ausstattung der Lebensmittelüberwachungsämter und das Ausschöpfen bestehender Sanktionsmöglichkeiten bessere Mittel, um Vorteile für Verbraucher und eine faire Behandlung von Unternehmern zu schaffen.

Für handwerklich hergestellte und verpackte Backwaren gilt laut Zentralverband eine Ausnahmeregelung bei der Nährwertkennzeichnung.
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