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Lebensmittel sehr günstig

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Verbraucher „sparen“ jährlich 8,5 Milliarden Euro

Bonn (age). In Deutschland geben Verbraucher im Durchschnitt nur noch 12 Prozent ihres Einkommens für Lebensmittel aus, weitere 4 Prozent für alkoholische Getränke und Tabakwaren. Das geht aus dem „Situationsbericht 2005“ des Deutschen Bauernverbandes (DBV) hervor. In den siebziger Jahren mussten die Verbraucher noch fast 30 Prozent, in den fünfziger Jahren sogar über 40 Prozent eines Durchschnittseinkommens für Lebensmittel aufwenden. Nach Angaben des DBV sind die Preise für Nahrungsmittel derzeit in Deutschland und Spanien im EU-Durchschnitt am niedrigsten. In beiden Ländern kostet der Lebensmittelkorb nur etwa 80Prozent von dem, was im Durchschnitt der übrigen EU-Mitgliedstaaten oder in den Vereinigten Staaten dafür verlangt wird. Gründe für den anhaltenden Rückgang des Ausgabenanteils für Lebensmittel werden dem DBV zufolge ebenso in Einkommenssteigerungen der Verbraucher wie in einem unterdurchschnittlichen Anstieg der Lebensmittelpreise gesehen. Im Wirtschaftsjahr 2003/04 erhöhte sich der Index der Lebensmittelpreise um 0,5 Prozent, während der Preisindex der übrigen Lebenshaltungskosten um 1,3 Prozent stieg.

Wie der DBV weiter mitteilte, sind Lebensmittel seit 1995 jährlich um 0,8 Prozent teurer geworden. Die übrigen Lebenshaltungskosten verteuerten sich jedoch mit einem jährlichen Aufschlag von 1,4 Prozent fast doppelt so stark. Seit 1995 fiel der kumulierte Preisanstieg für Lebensmittel mit 7Prozent im Vergleich mit der Steigerung der Wohnungsmieten um 15Prozent oder der Preise für Freizeit- und Kulturdienstleistungen um 24 Prozent eher bescheiden aus. Nutznießer dieser Entwicklung ist der deutsche Verbraucher, der nach DBV-Angaben durch den geringeren Anstieg der Lebensmittelpreise im Verhältnis zu den Lebenshaltungskosten jährlich über 8,5Mrd. Euro spart.

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