ABZ - Das Fachportal für Bäcker

Eiertanz um belastete Produkte

Eier aus Holland und Belgien sind mit Fibronil belastet. Eier deutscher Herkunft scheinen unbedenklich zu sein.  (Quelle: Kauffmann)+
Eier aus Holland und Belgien sind mit Fibronil belastet. Eier deutscher Herkunft scheinen unbedenklich zu sein. (Quelle: Kauffmann)

Weitere Artikel zu


Lebensmittel

In holländischen Hühnereiern wurden nach und nach Pestizidrückstände entdeckt. Der ZV informiert über betroffenen Chargen.

Berlin (abz). In holländischen Hühnereiern wurden Rückstände des Insektizids entdeckt, das unter dem Verdacht steht, toxisch zu wirken und dessen Einsatz bei Nutztieren nicht zulässig ist. Holländische sind im Handel in Deutschland stark im Umlauf – überwiegend aber nicht ausschließlich sind Chargen in Niedersachsen und Nordrhein-Westfalen betroffen.

Auf die behördliche Warnung  hat auch der des Deutschen Bäckerhandwerks (ZV) reagiert. Dazu Hauptgeschäftsführer Daniel Schneider: "Wir haben unsere Landesinnungsverbände und Mitgliedsunternehmen darauf hingewiesen, dass mit Fipronil belastete Eier aus bestimmten Chargen und alle Erzeugnisse, die diese Eier als Zutat enthalten, weder abgegeben noch in der Produktion verwendet werden dürfen. Diese Waren sind ggf. aus dem Verkauf zu nehmen, separat abzustellen und eindeutig als 'gesperrte Ware' zu kennzeichnen."

Diese Verzehrswarnungen betreffen bisher folgende, auf den Eiern aufgedruckte Identifikationscodes:  2-NL-4015502, 1-NL-4128604, 1-NL-4286001, 0-NL-4392501, 0-NL-4385501, 0-NL-4310001, 1-NL-4167902, 1-NL-4385701, 1-NL-4339301, 1-NL-4339912, 2-NL-4385702, 1-NL-4331901, 2-NL-4332601, 2-NL-4332602, 1-NL-4359801 und 1-DE-0357731, 0-NL-4031001, 0-NL-4352602, 2-NL-4212103, 0-DE-0360521 und 1-DE-0358001.

Weitere Informationen zu den betroffenen Chargen geben die Verbraucherzentralen zum Beispiel unter der Homepage der Verbraucherzentrale Niedersachsen.

Beim haben die Meldungen für viel Verunsicherung gesorgt. Nach einer aktuellen Stellungnahme des Bundesinstituts für Risikobewertung (BfR) sind bei Fipronil-Rückständen bis 0,72 mg pro kg in Eiern keine gesundheitlichen Risiken zu erwarten. Eine solche Dosis werde bei normalem Verzehr bei den belasteten Proben nicht erreicht. Ausführliche Informationen des BfR zu Fipronil finden Sie unter folgendem Link.

Der Zentralverband des Deutschen Bäckerhandwerks (ZV) bemängelt die Verunsicherung des Verbrauchers durch die ersten Meldungen, da zum Zeitpunkt der Veröffentlichungen eine Risikoeinschätzung bereits möglich gewesen wäre. Die nachgereichten Informationen seien rechtlich geboten gewesen. Der bezweifelt jedoch, dass die Verunsicherung dadurch völlig aufgehoben werden könne.


Lesen Sie hierzu folgende Bücher


  • Snacks
    Werner Kräling | Jürgen Rieber

    Snacks

    Das Spektrum der Snacks ist riesig: Belegte Brötchen, Brote, Sandwiches, Bagels, Seelen, Waffeln, Muffins, Fladenbrote, gebackene Snacks, Panini, Pizza, Strudel, Zwiebelkuchen, Quiches, Flammkuchen und kleine Gerichte.

    mehr...

Durch die relativ geringe Dosis des Insektizids Fipronil stellen die belasteten Eier laut Bundesinstitut für Risikobewertung bei normalem Verzehr kein Gesundheitsrisiko dar.
Auch interessant

Belastete Hühnereier

In holländischen Hühnereiern wurden Pestizidrückstände entdeckt. mehr...

Lesen Sie hierzu auch folgende Artikel:

Bisher keine Leser-Kommentare zum Artikel