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Kunde definiert, was gesund ist

Gesund genießen bleibt ein wichtiges Verbrauchermotiv. (Quelle: Wavebreakmedia)+
Gesund genießen bleibt ein wichtiges Verbrauchermotiv. (Quelle: Wavebreakmedia)

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Gegessen wird immer, aber die Digitalisierung verändert die Verbraucherbedürfnisse

Detmold (abz). „Sie können alles digitalisieren, beim Essen hört’s auf“, sagte der ehemalige Journalist Christoph Minhoff auf der Tagung der Arbeitsgemeinschaft Getreideforschung (AGF).

Der Zuhörer ist gleich ein wenig erleichtert. Verbildlicht der Satz doch, was Menschen eigentlich alle hoffen: Die verändert vieles; aber sie hat ihre Grenzen. Minhoff hielt den Impulsvortrag der Fachtagung als Hauptgeschäftsführer des Bundes für Lebensmittelrecht und Lebensmittelkunde in Detmold über die digitale „Zeitenwende“.

Den digitalen Wandel

aktiv steuern

Bei der Wucht der Veränderungen sei es, so Minhoff, auch für Bäckereibetriebe wichtig, auf der Höhe der Zeit zu bleiben, risikobereit zu denken und den digitalen Wandel aktiv zu steuern – damit weiterhin „die Menschen im Mittelpunkt stehen“. Bei einer wachsenden und alternden Bevölkerung und damit einhergehender Verknappung der Lebensmittel geht es ihm daher vor allem darum, nachhaltig zu produzieren, Ressourcen zu schonen und Menschen zu ernähren – und das möglichst gesund.

Was gesund ist und was nicht, ist in vielen Fällen klar, in anderen streiten sich sogar Experten. Der Verbraucher esse ohnehin, was er will, beziehungsweise, was er oder sie für gesund halte.

Angerührte Drinks enthalten

alle wichtigen Nährstoffe

Das können im Extremfall auch angerührte Drinks sein, die dem Körper alle wichtigen Nährstoffe in nur wenigen Minuten zuführen. „Manche Entwickler kaufen so etwas gern, trinken es, sind damit nach fünf Minuten durch und können weiterarbeiten“, schilderte Bastian Halecker aus Berlin den neuen Trend zum „Meal Replacement“.

ist für ihn ein sicheres Geschäft: „Die Zukunft der Branche ist sicher, nur der Endkunde verändert sich. Videotheken verschwinden durch die Digitalisierung. Bäckereifilialen aber werden bleiben. Gegessen wird eben immer.“

Der Professor an der Beuth Hochschule für Technik vermittelt zwischen Start-ups und etablierten Unternehmen, um neue Geschäftsmodelle zu entwickeln.

Es gehe darum, neue Kategorien von Bedürfnissen zu finden – „also ein Problem bei Verbrauchern auszumachen“ – und die Lösung anzubieten. Immer häufiger ersetzten Apps den klassischen Ernährungsberater.

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