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Regional erzeugte Lebensmittel dürfen ab 2014 mit dem "Regionalfenster" werblich besonders herausgestellt werden.

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Die Testphase ist abgeschlossen, ab nächstem Jahr dürfen regionale Lebensmittel werblich besonders herausgehoben werden.

Berlin (abz). Ab Januar 2014 können Verbraucher mit dem "Regionalfenster" auf einen Blick erkennen, welche Lebensmittel tatsächlich aus der auf der Verpackung angegebenen Region kommen. Damit erhalten Verbraucher eine bundesweit einheitliche und verlässliche für regionale Produkte.

Wie das Bundesverbraucherministerium in einer Pressemeldung mitteilt,  waren bereits rund 150 Lebensmittel mit dem in bundesweit fünf Testregionen erhältlich. Wesentliche Erkenntnisse lieferte eine Befragung der Verbraucher und der teilnehmenden Handelspartner durch das Marktforschungsinstitut "konkret": Demnach bewerteten 80 Prozent der befragten Verbraucher das Regionalfenster positiv und würden eine Einführung dieser Kennzeichnung begrüßen. Auch die Händler betonten die Klarheit, Einfachheit und Übersichtlichkeit der Kennzeichnung. Bemerkenswert ist, dass in knapp der Hälfte der Testmärkte eine Umsatzsteigerung bei regionalen Produkten zu verzeichnen war.

Anders als bei einer Vielzahl ungenauer Werbebezeichnungen erkennt der Verbraucher beim Regionalfenster künftig unmittelbar, aus welcher Region die Rohstoffe stammen und wo sie verarbeitet wurden. Demnach muss die Hauptzutat nachweislich aus der angegebenen Region stammen. Durch ein neutrales und mehrstufiges Kontroll- und Sicherungssystem wird gewährleistet, dass es sich nicht um eine Mogelpackung handelt und die Angaben zur Region, zu den Zutaten und dem Ort der Verarbeitung verlässlich sind. "Wer als Kunde bereit ist, mehr zu zahlen, muss sich darauf verlassen können, auch mehr zu bekommen", sagt Bundesministerin Aigner.

Das Regionalfenster ist eine freiwillige Kennzeichnung. Damit erhalten die Verbraucher in Deutschland schon jetzt eine wichtige Orientierung. Zugleich kann das Regionalfenster wichtige Impulse für eine europaweit verpflichtende Kennzeichnung geben. Die Lebensmittelinformations-Verordnung enthält einen entsprechenden Prüfauftrag an die EU-Kommission.

Unter diesem Logo hofft Petitions-Initiator Philipp Schreyer auf Unterstützung. Grafik/Quelle: Openpetition
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