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Verkäuferin wirft mit Nutella-Glas

In Leverkusen rückte die Polizei zu einem vereitelten Überfall  aus.  (Quelle: Symbolfoto: Fotolia/Heiko Küverling)+
In Leverkusen rückte die Polizei zu einem vereitelten Überfall aus. (Quelle: Symbolfoto: Fotolia/Heiko Küverling)

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Kriminalität

Polizei warnt nachdrücklich davor, einen Täter mit Schusswaffe auf diese Weise zu provozieren.

Leverkusen/Köln (abz). Es ist kurz nach 5 Uhr, als ein maskierter Mann in eine Bäckerei in Leverkusen (NRW) stürmt, eine Schusswaffe auf zwei Frauen hinter der Theke richtet und sie auffordert, ihm Bargeld aus der Kasse auszuhändigen.

Der Chef der Bäckerei hört den Wortwechsel in einem hinteren Raum, geht nach vorne und sieht, dass seine Frau den Täter mit einem Handy fotografiert, während ihn eine Mitarbeiterin mit einem Glas Schokoladencreme aus einem Warenkorb bewirft. Der zeigt sich überrascht und flüchtet.

Was die Bäckerei und Medien als Heldentat verkaufen, fällt aus Sicht der eher in die Kategorie „lebensverneinend“. Ein Sprecher der Kölner Polizei sagt auf Nachfrage der ABZ, „in solchen Fällen alles zu unterlassen, was einen Täter provozieren könnte.“ Fotografieren und Bewerfen zählten definitiv nicht zu den deeskalierenden Verhaltenweisen. Statt dessen „sollte man abwarten, den Forderungen des Täters nachkommen und die 110 wählen“.

Mitarbeiter kämpfen nach der Tat mit den Folgen.
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