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Feinbackwaren mit Hygienemängeln

Bei Proben von Feingebäck wies ein Drittel Mängel auf. (Quelle: Symbolfoto: Archiv)+
Bei Proben von Feingebäck wies ein Drittel Mängel auf. (Quelle: Symbolfoto: Archiv)

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Von 154 Proben lagen in Mecklenburg-Vorpommern 48 über den Richt- oder Warnwerten.

Rostock (abz). Das Landesamt für Landwirtschaft, Lebensmittelsicherheit und Fischerei (LALLF) in Mecklenburg-Vorpommern hat 2016 knapp ein Drittel aller untersuchten Feinbackwaren beanstandet. Dies berichtet der Norddeutsche Rundfunk. Demnach hat die jetzt mitgeteilt, dass bei 48 von 154 Proben Richt- oder Warnwerte überschritten worden seien. Das Amt hatte verschiedene Feinbackwaren  untersucht. Dabei handelte es sich um leicht verderbliche Backwaren, die in Cafés, Backshops, Tankstellen und Supermärkten angeboten werden.

Wie die zuständige Dezernatsleiterin sagte, fielen elf Proben wegen zu hoher Keimgehalte durch. Das sei ein Hinweis auf deutliche bei der Herstellung oder im Verkauf. Eine Probe wurde nach dem Nachweis von Listerien als gesundheitsschädlich eingestuft, was Sanktionen für den Verkäufer nach sich zieht. In weiteren 37 Proben war die Keimbelastung geringer. Es handelte sich in diesen Fällen lediglich um Richtwertüberschreitungen, denen ein amtlicher Hinweis an den Hersteller folge, hieß es.

Damit liegt die Zahl der beanstandeten Proben etwa auf dem Niveau von 2015. In Ordnung sei dieses Ergebnis trotzdem nicht, hieß es aus dem Landesamt. Die Ursache für die Mängel sehen die Fachleute in unzureichender Kühlung und unsauberer Herstellung. Deshalb sollten die Produzenten ihr Hygiene-Management optimieren. Verbrauchern raten die Experten, empfindliche Backwaren unbedingt kühl zu lagern und schnell zu verzehren.

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